Fünf brennende Fragen für Tarjei Boe

Tarjei Boe ist den meisten am besten bekannt als großer Bruder von Johannes Thingnes Boe. Doch in Wahrheit war Tarjei der erste große Star der Boe-Familie. 2011 gewann er die IBU Weltcupgesamtwertung in seiner zweiten Weltcupsaison. Nur ein Jahr nachdem er mit der Herrenstaffel bei den Olympischen Spielen in Vancouver 2010 Gold geholt hatte. Er war damals auf Position zwei gestartet und kein geringerer als die Biathlonlegende Ole Einar Björndalen hatte als Schlussläufer fungiert. Tarjei Boe ist nicht nur lässig und immer für einen Spruch gut. Er zählt auch 26 Weltcup-Podiumsplätze in Einzelrennen (darunter 12 Siege), 56 Weltcup-Podiumsplätze in Staffeln und Mixed-Staffeln, 20 IBU WM-Medaillen und vier Medaillen bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 zu seinen Erfolgen. Vielleicht noch wichtiger als seine sportlichen Triumphe sind die kürzlichen Veränderung in seinem Privatleben: Im vergangenen September wurde Tarjei zum ersten Mal Vater, als seine Verlobte Gita Simonson den gemeinsamen Sohn Aron zur Welt brachte.

Nach seinem zweiten Platz im Sprint in Pokljuka und Rang drei bei der Verfolgung stellten wir Tarjei fünf Fragen über sein Biathlonleben… und hatten noch ein Ass im Ärmel!

Biathlonworld: Wann ist Ihnen aufgegangen, dass Johannes mehr Talent für Biathlon besitzt, als man sich vorstellen kann?

Tarjei Boe: Als er 18 Jahre alt war und zu Saisonende mit der Hälfte des A-Teams in den Trainingslagern mitlief.

BW: Jedes Mal, wenn Sie die Feiertage in Ihrer Ferienhütte verbringen, scheinen Sie Ihre Batterien wieder vollständig aufzuladen. Wie geht das?

TB: Manche Athleten verbringen die freien Tage zu Hause. Ich versuche, einen Vorteil aus einem soliden Training zu ziehen. Die Bedingungen in Skeikampen, wo die Hütte steht, sind die besten in ganz Norwegen.

BW: Was ist Ihre größte Stärke verglichen mit anderen Biathleten? Erfahrung, mentale Stärke oder…?

TB: Ich denke, meine größte Stärke ist, dass ich ein Kämpfer bin und niemals aufgebe. Was die Technik angeht, kann ich lange Anstiege leicht bewältigen und bin ein guter Liegendschütze.

BW: Wie hat sich Ihr Leben als Biathlet verändert, als Sie Vater geworden sind?

TB: Ich verbringe weniger Zeit mit meinem iPhone und schaue weniger Netflix. Die Freizeit ist knapper geworden. Aber es fühlt sich großartig an, Vater zu sein. BW: Ihr einziger Podiumsplatz in Pokljuka war Rang zwei 2010 im Sprint gegen Björn Ferry. Was ist der größte Unterschied (abgesehen vom Alter) zwischen Tarjei 2010 und Tarjei 2023?

TB: Ich denke, ich bin ein vollständigerer Athlet. Ich verfüge über mehr Fähigkeiten, die ich in unterschiedlichen Situationen ausspielen kann.

BW: Eine Zusatzfrage für Ihre Fans: Gibt es etwas, was die meisten Menschen nicht über Sie wissen?

TB: Ich kann Schlagzeug spielen! Fotos: IBU/Christian Manzoni

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