Weltfahrradtag mit Johannes, Lucie, Anna und Selina

Die Vereinten Nationen haben den 3. Juni zum Weltfahrradtag ausgerufen, um die Einzigartigkeit, Nachhaltigkeit und Vielseitigkeit des Fahrrads zu würdigen. Vor diesem Hintergrund sind Johannes Dale-Skjevdal, Lucie Charvátová, Anna Gandler und Selina Grotian genauso wie viele andere Biathlon-Stars auf zwei Rädern unterwegs und präsentieren hier ihre Lieblingsstrecken mit dem Rad.

Johannes Dale-Skjevdal und seine Lieblingstour

Für Johannes Dale-Skjevdal, Olympiasieger 2026 in der Verfolgung, ist das Fahrrad das Mittel der Wahl, um wieder ins Training einzusteigen. Und es ermöglicht ihm den einen oder anderen Kaffee-und-Kuchen-Stopp. „Ich fahre im Frühling unwahrscheinlich gerne Rad. Für mich ist das ein guter Einstieg in die Trainingssaison. Das Radfahren ermöglicht mir viele Eindrücke, weil ich bei einer einzigen Trainingseinheit ziemlich weit komme. Eine meiner Lieblingsrunden führt von Lillehammer nach Helgøya. Diese wunderschöne, ruhige Insel ist von einem großen See umgeben. Zu dieser Tour gehört für mich eine Kaffeepause – immer ein Highlight!“

Am liebsten mit Freunden unterwegs

Lucie Charvátová liebt die Zeit auf dem Rad und nutzt das lockere Ausdauertraining gern, um mit Freunden unterwegs zu sein. „Radfahren ist das Beste an meinem Training im Frühjahr. Du kannst einfach losfahren und die Landschaft genießen. Besonders gern ziehe ich mit Freunden los, die alle ein anderes Fitnesslevel haben. Auf dem Rad macht sich der Unterschied meist gar nicht so sehr bemerkbar, vor allem, wenn man in der Gruppe fährt. Manchmal wünschte ich, öfter eine Kaffeepause einzulegen. Doch als Athletin bin ich es einfach nicht gewohnt, das Training zu unterbrechen. Sobald ich anhalte, hat es mein Körper schwer, wieder in die Gänge zu kommen. Im Gegensatz zum Laufen empfinde ich das Radfahren weniger anstrengend. Du kannst mehrere Stunden bei geringerer Intensität unterwegs sein, das gefällt mir.“

Die Tschechin steigt nicht nur selbst gern in den Sattel, sondern verfolgt auch eifrig die World Tour der Radprofis. „Im Frühling stehen die Klassiker und der Giro d‘Italia auf dem Programm. Ich schaue mir die Rennen gern am Bildschirm an. Das motiviert mich, selbst mehr in die Pedale zu treten. Meine beste Form auf dem Rad habe ich oftmals im Juli, wenn die Tour de France stattfindet. Da kann ich richtig mit den Profis mitleiden.“

Mallorca

Lucie Charvátová kennt einige tolle Routen in ihrer Heimat rund um Vrchlabí, erkundet aber auch gern neue Strecken. „Glücklicherweise habe ich bei mir zu Hause perfekte Trainingsbedingungen. An einem Tag kann ich in die Berge fahren und viele Höhenmeter machen, am nächsten bleibt die Runde tellerflach. In diesem Frühjahr war ich auf Mallorca und bin einige der berühmtesten Routen der Insel abgefahren, darunter Sa Calobra und Cap de Formentor. Bei mir zu Hause fahre ich oft hoch zur Spindlerbaude an der tschechisch-polnischen Grenze oder unternehme längere Touren durchs Riesengebirge.“

Lieblingstouren in Südfrankreich

Analog zu Charvátová genießt auch die Innsbruckerin Anna Gandler die eine oder andere Radtour in fernen Gefilden, vorzugsweise in Frankreich zusammen mit ihrem Partner Emilien Claude. „Meine Lieblingstouren sind in Südfrankreich, weil es dort nicht so viele steile Anstiege gibt und man schön entlang der Küste fahren kann. Das ist einfach magisch. Natürlich darf ein kurzer Zwischenstopp in einer Patisserie nicht fehlen.“

Gefühl von Freiheit auf dem Rad

Die Frühjahrsrunden auf dem Rad zu Hause in Mittenwald sind für Selina Grotian immer etwas Besonderes. „Nach dem langen Winter genieße ich es, bei wärmeren Temperaturen in den Bergen Rad zu fahren. Die einzigartige Kombination aus tiefblau schimmernden Bergseen, majestätischen Gipfeln und den kurvenreichen Strecken ist besonders eindrucksvoll. Oftmals sind oben in den Bergen noch letzte Schneereste, während die Wiesen in den Tälern bereits in voller Blüte stehen. Beim Radfahren erlebe ich ein besonderes Gefühl von Freiheit und Weite. Der Frühling ist für mich zugleich eine Zeit des sportlichen Aufbruchs.“

Eine Tour hebt Grotian hervor: „Sie beginnt in Mittenwald und führt hinauf zu zwei wahren Naturwundern: den Lautersee und den Ferchensee. Diese kristallklaren Gewässer liegen am Fuße des Wettersteingebirges. Dann geht es über das Schloss Elmau, das Hotel Kranzbach, Klais und die Buckelwiesen zurück nach Mittenwald. Diese Tour vereint anspruchsvolle Abschnitte mit entspannten Passagen zur aktiven Erholung. Einfach perfekt!“

Also: Helm aufsetzen, Rad schnappen, in die Pedale treten und den Weltfahrradtag feiern.

Fotos: IBU / Anna Gandler, Luci Charvátová, Selina Grotian, Johannes Dale-Skjevdal

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