Jeanmonnot holt Sprintsieg in Hochfilzen

In Hochfilzen ging Lou Jeanmonnot in beiden Schießeinlagen mit Bedacht zu Werke, traf alle zehn Scheiben und sicherte sich in 19:59,4 Minuten den Sieg im Sprint der Frauen über 7,5 km. Mit ihrem Erfolg feierte die Französin ihr erstes Podium in einem Einzelrennen in der laufenden Saison und ihren ersten Sprinterfolg seit Antholz im vergangenen Februar.

Strahlende Siegerin

Nach acht Siegen im Vorwinter zeigte sich die Französin über ihren ersten Saisonerfolg erleichtert: „In den letzten Wochen hat mir etwas das Selbstvertrauen beim Schießen gefehlt. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich mir heute selbst bewiesen habe, dass ich gut schießen und laufen kann. Dieser Sieg fühlt sich gut an!“

Druck und Fokus

Mit dem Tagessieg machte Jeanmonnot einen Sprung auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Das verleiht der französischen Ausnahmeathletin, die als eine der großen Favoritinnen auf die Große Kristallkugel gilt, etwas Rückenwind. „Natürlich nimmt das den Druck. Ich wollte die Situation ausblenden, voll fokussiert bleiben und einfach meine Leistung bringen. Es geht um die richtige Balance, da tut dieser Sieg sehr gut.“

Zweite wurde die Norwegerin Maren Kirkeeide, die trotz eines Fehlers mit 15,3 Sekunden Rückstand ihr bestes Saisonergebnis feierte. Auf dem Bronzerang folgte die Schwedin Anna Magnusson, die ihre bestechende Form nach Podestplatzierungen in Sprint und Verfolgung beim Heim-Weltcup in Östersund letzte Woche auch in Hochfilzen untermauerte. Mit 16,1 Sekunden Rückstand stand sie zum dritten Mal in Folge auf dem Podium. Dank dieser Konstanz durfte sich die 30-Jährige nach ihrem 223. Weltcupstart erstmals das Gelbe Trikot überstreifen.

Dorothea Wierer zeigte am Schießstand eine tadellose Leistung und ging noch als Zweite auf die Schlussrunde. Dort büßte sie allerdings Zeit ein und landete am Ende mit 27,9 Sekunden Rückstand auf Platz vier. Fünfte wurde die Schweizerin Amy Baserga, die im Ziel 32,3 Sekunden hinter der Siegerin lag und sich nach zehn Treffern über das zweitbeste Ergebnis ihrer Karriere freute. Jeanmonnots Teamkollegin Camille Bened komplettierte das Feld der besten sechs Athletinnen (null Fehler, +32,7 Sekunden).

Jeanmonnot zurückhaltend am Abzug

Analog zu den Männern zuvor durften sich auch die Frauen über sonniges Wetter und wenig Wind freuen. Nachdem sie in Östersund einige Probleme hatte, schoss Jeanmonnot im Liegendanschlag etwas langsamer, aber fehlerfrei. Die fehlerfreie Wierer lag nach dem ersten Schießen 11 Sekunden hinter der Führenden, direkt vor ihr war Kirkeeide. Die mit Startnummer 74 ins Rennen gegangene Magnusson schob sich auf den dritten Rang.

Auch stehend schlug Jeanmonnot ein langsameres Tempo an, räumte aber alle Scheiben ab. Wierer schoss hingegen wie gewohnt schnell und ging 15 Sekunden hinter der Französin auf die Schlussrunde. Kirkeeide musste einmal in die Strafrunde. Magnusson blieb stehend ebenfalls fehlerlos und auf Rang drei, eine Sekunde hinter Wierer.

Header icon2025/26 BMW IBU World Cup 2 Hochfilzen Women's 7.5 km Sprint

Magnusson übernimmt Gelb

Jeanmonnot baute ihren Vorsprung auf den letzten 2,5 km kontinuierlich aus und sicherte sich den Tagessieg. Kirkeeide legte eine starke Schlussrunde hin und verbesserte sich von Platz fünf nach dem zweiten Schießen noch auf den Silberrang (+15 Sekunden), wohingegen Wierer auf der letzten Runde Zeit verlor. Einen Kilometer vor dem Ziel lag Magnusson 0,6 Sekunden vor Kirkeeide, konnte diesen hauchdünnen Vorsprung aber nicht ganz verteidigen. Mit Rang drei sammelte sie dennoch viele Punkte und übernahm das Gelbe Trikot.

Fotos: IBU/Walter, Nordic Focus

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