Horn und Femsteinevik gewinnen die IBU-Cup-Supersprints

Der Supersprint, ein kurzes und schnelles Rennen, sorgte in beiden Wettkämpfen schon auf den ersten Metern für Spannung. Bei den Herren war es Philipp Horn, der das beste Ergebnis ablieferte. Er schoss nur einmal daneben und lief in 17:23,8 im Supersprint über 7,5 km zum Sieg. Bei den Frauen gewann Norwegen: Ragnhild Femsteinevik schoss insgesamt einmal daneben und siegte in 20:26,4. 

Supersprint der Männer

Einen Doppelsieg gab es für die Deutschen im 7,5 km-Wettkampf: Philipp Horn und Justus Strelow belegten den ersten und zweiten Platz. Beide Männer schossen einmal daneben, aber Horn erholte sich schneller von dem Fehler und lief in 17:23,8 ins Ziel; 9,5 Sekunden vor Strelow. Der Franzose Emilien Claude schoss dreimal daneben und belegte mit 13,5 Sekunden Rückstand den dritten Platz. 

Lucas Fratzscher aus Deutschland wurde mit einer Strafe und 30,8 Sekunden Rückstand Vierter. Marco Groß schoss insgesamt zweimal daneben und wurde mit 25,7 Sekunden Rückstand Fünfter. Der Norweger Erlend Bjoentegaard kassierte insgesamt drei Strafen und wurde mit 31,7 Sekunden Rückstand Sechster. 

Vier schnelle Schießeinlagen

Das Tempo war wie immer hoch, die meisten Männer kamen gemeinsam zum Liegendschießen und hatten allesamt die Chance, die Führung zu übernehmen. Der Deutsche Marco Groß räumte als Schnellster alle fünf Scheiben ab und ging damit früh in Führung. Strelow, ebenfalls fehlerfrei, lag nur 0,1 Sekunden zurück, und P. Horn war mit 0,8 Sekunden Rückstand Dritter. 

Die drei Männer verließen den Schießstand gemeinsam und gingen gemeinsam ins zweite Schießen. Seite an Seite räumten die Teamkollegen die Scheiben ab, und nun war es an Strelow, die Führung zu übernehmen. Er schoss souverän und fehlerfrei und verließ den Schießstand mit 0,9 Sekunden Vorsprung vor Groß, der ebenfalls alle fünf Scheiben traf. Horn lag nach einer Strafrunde mit 13 Sekunden Rückstand auf Platz drei. 

Auch nach dem dritten Schießen behielt Strelow die Führung. Ruhig räumte er im Stehendanschlag alle fünf Scheiben ab und lag 2,4 Sekunden vor seinem Teamkollegen Horn auf Platz eins. Emilien Claude, der im Liegendanschlag einmal danebenschoss, zeigte im Stehen eine ruhige Hand und kletterte auf den dritten Platz. 

Da der französische Biathlet schneller war als seine deutschen Kollegen, ging Claude als Führender ins letzte Schießen, doch ein Fehlschuss nahm ihm die Chance auf den Sieg. Da Horn alle fünf letzten Scheiben traf, ging er als Erster in die letzte Runde. Strelow schoss einmal daneben und war mit 13,3 Sekunden Rückstand Zweiter. Genau in dieser Reihenfolge beendete das Trio den Wettkampf und sorgte für einen Doppelsieg des deutschen Teams. 

Philipp Horn war glücklich über seinen Sieg: "Ich bin heute wirklich glücklich! Der Supersprint ist eher ein Schießwettbewerb, und für mich ist es cool, zu beweisen, dass ich schießen kann. Und zu gewinnen ist immer schön. Ich bin ziemlich zufrieden und sehr glücklich. Das letzte Schießen war das wichtigste. Ich konnte mich auf mich selbst konzentrieren, und ich denke, das war das Wichtigste. Vielleicht hat mir das am Ende den Sieg gesichert." 

Strelow holt sich die Kristallkugel im Supersprint

Da heute der letzte Supersprint der Saison stattfand, fand auch die entsprechende Kristallkugel ihren Besitzer. Bei den Herren war es Justus Strelow, der sie sich sicherte. 

Strelow kommentierte seine Leistung: "Ich bin sehr glücklich. Es war heute ein harter Kampf mit meinen Teamkollegen - sie waren alle sehr stark. Am Ende konnte ich mir auch den Gesamtsupersprint sichern. Ich mag den Supersprint sehr. Er macht sehr viel Spaß, und am Schießstand ist viel los. Es ist ein schnelles und sehr spannendes Rennen. Das ist meine erste Kristallkugel. Ich bin sehr zufrieden damit und hoffe, dass ich in den nächsten Jahren noch einige weitere gewinnen kann.“ 

Supersprint der Frauen

Anna Weidel schoss heute einmal daneben und wurde 6,9 Sekunden hinter Femsteinevik Zweite. Die Französin Lou Jeanmonnot zeigte eine stabile Leistung. Mit einem Fehlschuss und 11,9 Sekunden Rückstand sicherte sie sich den dritten Podestplatz. 

Die Norwegerinnen Juni Arnekleiv und Jenny Enodd belegten die Plätze vier und fünf. Arnekleiv schoss dreimal daneben und lag 19,3 Sekunden zurück, Enodd kassierte zwei Strafen und lief mit 23,5 Sekunden Rückstand ins Ziel. Marion Wiesensarter aus Deutschland kassierte zwei Strafen und wurde mit 32,8 Sekunden Rückstand Sechste.

Die dritte Schießeinlage änderte den Lauf der Dinge 

In der Anfangsphase des Wettkampfs übernahm Camille Bened aus Frankreich die Führung. Mit schnellen und präzisen Schüssen beendete sie das erste Liegendschießen als Erste. Marion Wiesensarter überzeugte am Schießstand ebenfalls und lauf auf dem zweiten Platz, nur 0,4 Sekunden hinter Bened. Jeanmonnot, ebenfalls fehlerfrei, war mit 1,1 Sekunden Rückstand Dritte. Die spätere Siegerin Femsteinevik war nicht die schnellste Starterin und lag nach der ersten Schießrunde mit 10,2 Sekunden Rückstand auf Platz acht. 

Abgesehen davon, dass Femsteinevik auf den vierten Platz kletterte, änderte sich beim zweiten Schießen nicht viel an der Spitze. Bened und Wiesensarter lagen noch immer auf den Plätzen eins und zwei und verließen den Schießstand gemeinsam, Jeanmonnot hielt sich mit 0,1 Sekunden Vorsprung auf Femsteinevik auf dem dritten Platz. 

Da die Biathlonanlage Lenzerheide von unerwarteten Windstößen heimgesucht wurde, war das Glück denjenigen hold, die später mit dem Schießen begannen, was zu großen Veränderungen an der Spitze führte. Da Bened beim ersten Stehendschießen viermal danebengeschossen hatte, war klar, dass sie im Kampf um die vordersten Plätze nicht mehr mitmischen würde. Wiesensarter schoss einmal daneben und fand sich nach der Strafrunde auf dem dritten Platz wieder. Femsteinevik und Weidel hingegen zeigten zum dritten Mal in Folge eine ruhige Hand und belegten die Plätze eins und zwei, getrennt durch lediglich 1,9 Sekunden. Jeanmonnot verfehlte einmal und fiel auf den vierten Platz zurück.

Weidel und Femsteinevik begannen das letzte Schießen noch zusammen, daher war klar, dass diejenige, der ein besseres Schießergebnis abliefert, höchstwahrscheinlich siegen würde. Doch es blieb bis zum Schluss spannend, da beide Athleten einmal danebenschossen und einmal in die Strafrunde mussten. Weidel absolvierte diese Strafe schneller und verließ den Schießstand mit 5,2 Sekunden Vorsprung vor Femsteivik.

Die Frage war nun, ob Weidel Femsteinevik auf Distanz würde halten können. Die Norwegerin, die für ihr gutes Tempo auf den Skiern bekannt ist, zeigte einmal mehr, was sie kann. Femsteinevik schloss die Lücke auf der Strecke und lief als Siegerin ins Ziel. 

Ragnhild Femsteinevik über ihre Leistung: "Es fühlt sich wirklich gut an. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Schießen im Finale, nachdem ich in der Qualifikation im Liegendschießen drei Fehler hatte. Ich habe mich heute auf den Skiern besser gefühlt und freue mich wirklich, dass ich heute siegen konnte."

Jeanmonnot gewinnt die Kristallkugel im IBU Cup Supersprint

Der Supersprint der Frauen entschied auch, wer die Kristallkugel im Supersprint bekommt. Lou Jeanmonnot, die heute den dritten Platz belegte, gewann die Kristallkugel in dieser Disziplin. 

Lou Jeanmonnot will weiterhin den IBU-Cup-Gesamtpunktsieg: "Ich bin wirklich glücklich. Das ist mein erster Podestplatz in dieser Saison, das ist eine große Erleichterung. Ich bin wirklich glücklich und werde versuchen, bis zum Ende der Saison mein Bestes zu geben. Auch wenn diese Kristallkugel nur für zwei Rennen ist, genieße ich es trotzdem. Ich bin auf einem guten Weg, um im Kampf um die Kristallkugel für den Gesamtpunktsieg mitzumischen, also werde ich morgen und in Ridnaun versuchen, mein Bestes zu geben." 

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Fotos: Harald Deubert / IBU

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