Andersen und Hildebrand gewinnen Sprints im IBU Cup

Im IBU Cup Idre stand heute die zweite Runde Sprints auf dem Programm. Franziska Hildebrand setzte die deutsche Glückssträhne fort und gewann mit zehn Treffern den 7,5 km Sprint der Frauen in 20:45. Bei den Herren beendete Aleksander Fjeld Andersen aus Norwegen die deutsche Siegesserie. Andersen traf ebenfalls alle Scheiben und sicherte sich den Sieg in 24:16,9. 

Sprint der Frauen

Platz zwei ging erneut an die Französin Caroline Colombo mit 17,8 Sekunden Rückstand und einem Fehler im Stehendschießen. Den dritten Platz teilten sich Irene Cadurisch aus der Schweiz mit einem Fehler und die fehlerfreie Darya Blashko aus der Ukraine, beide mit 35,3 Sekunden Rückstand. 

Hildebrand setzt deutsche Serie fort

Mit Startnummer 45 zeigte Hildebrand schon im Liegendanschlag, dass sie heute um die vorderen Ränge mitlaufen würde. Auf Rang drei nach fehlerfreiem Liegendschießen, 8,4 Sekunden hinter der Führenden Juni Arnekleiv aus Norwegen, traf Hildebrand auch im Stehendanschlag alle Scheiben und übernahm die Führung von der Norwegerin, die einmal patzte. Nachdem sich die größte Konkurrentin Colombo im Stehendanschlag auch einen Fehler geleistet hatte, ging Hildebrand mit 7,5 Sekunden Vorsprung auf Colombo aus dem Schießstand. Die Deutsche war die schnellere Läuferin der beiden, baute den Vorsprung auf der letzten Runde weiter aus und kam mit 17,8 Sekunden Vorsprung vor Colombo ins Ziel. Damit war der dritte deutsche Sieg in Folge gesichert. 

Franziska Hildebrand zu ihrem Sieg: „Ich bin gut in den Tag gekommen. Ich habe gut geschlafen, mich nach dem Frühstück gut gefühlt und habe mich auf den Wettkampf gefreut, darauf, ein bisschen Spaß zu haben. Dann habe ich mich auf der Strecke gut gefühlt und war mit meinem Liegendschießen sehr zufrieden. Auch das Stehendschießen ist gut gelaufen. Ich hatte kalte Hände, aber ich konnte trotzdem treffen, und das hat mich so gefreut, dass die letzte Runde dann auch gut gelaufen ist, und jetzt stehe ich hier. Das ist mein erster Sieg in diesem Jahr. Es war ein gutes Rennen und ich bin zufrieden. 

Cadurisch und Blashko teilen dritten Platz

Nachdem der erste und zweite Platz feststanden, schauten alle auf den Kampf um den dritten Podestplatz. Cadurisch verfehlte im Stehen einmal und ging nach der Strafrunde als Siebte zurück auf die Strecke. Die Podestchancen schienen für heute dahin. In der letzten Runde drehte sie dann aber noch mal auf und überholte die vor ihr liegenden Konkurrentinnen, sodass es für den dritten Patz reichte. Blashko traf derweil alle Scheiben und ging als Neunte auf ihre letzte Runde, schaffte es aber auch, noch so viel aus sich herauszuholen, dass sie zeitgleich mit Cadurisch ins Ziel kam, und so teilten sich die beiden den dritten Platz. 

Fünfte wurde die Russin Evgeniya Burtasova mit einem Fehler und 37,8 Sekunden Rückstand. Ragnhild Femsteinevik aus Norwegen wurde trotz zweier Fehler Sechste mit 38,5 Sekunden Rückstand auf Hildebrand. 

10 km Sprint der Männer

Andersen gewann, Lucas Fratzscher aus Deutschland musste sich ohne Fehler bei 4,6 Sekunden Rückstand auf den Norweger heute mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Der Russe Vasilii Tomshin traf ebenfalls alle Scheiben und wurde mit 15,7 Sekunden Rückstand Dritter. 

Duell um Platz eins 

Zunächst sah es so aus, als würden die Deutschen ihre Siegesserie auch im Rennen der Männer fortsetzen, doch Aleksander Fjeld Andersen machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. In dem Wissen, dass er nur mit fehlerfreiem Schießen Chancen auf den Sieg haben würde, kam Andersen ohne Fehler durch das Liegendschießen und ging auf Rang vier wieder aus dem Schießstand, 6 Sekunden hinter dem dort führenden Johannes Kühn.

 Bis zum zweiten Schießen hatte Andersen zwei Ränge aufgeholt und wusste, dass er gute Siegchancen hatte. Während Kühn vor dem zweiten Schießen noch in Führung gelegen hatte, warfen ihn zwei Fehler zurück auf Rang acht, was die Tür für Andersen öffnete. Der Norweger traf alle Scheiben und setzte sich 10,9 Sekunden vor Fratzscher, der es ebenfalls schaffte, die Strafrunde zu vermeiden. Auf der letzten Runde musste Andersen zwar Federn lassen, konnte Fratzscher aber trotzdem schlagen und kam mit 4,6 Sekunden Vorsprung auf den Deutschen ins Ziel. 

Aleksander Fjeld Andersen bestätigte, dass er alles gegeben hatte: „Ich hatte einen langsamen Rennstart und lag bei der ersten Zwischenzeit 11 Sekunden zurück. Als ich das hörte, wusste ich, dass ich ab jetzt alles geben muss, und das habe ich gemacht! Ich habe in beiden Schießen alles getroffen, und auf der letzten Runde war es ein harter Kampf zwischen Fratzscher und mir - ich habe alles aus mir herausgeholt. Am letzten Anstieg war ich sehr müde, aber ich habe durchgehalten und gewonnen. Mein Ziel für morgen ist, die Führung zu verteidigen, aber Fratzscher ist mir dicht auf den Fersen, also wird es sicher ein guter Zweikampf im Verfolger.“

Vasilii Tomshin hatte keine Chance auf den Sieg und kämpfte stattdessen um den letzten Podestplatz. Nach zwei fehlerfreien Schießen lag er auf Rang drei und verteidigte diesen bis ins Ziel. Dieser dritte Platz war der erste Podestplatz der IBU-Cup-Saison für die russische Mannschaft. 

Der Deutsche Johannes Kühn mit der schnellsten Laufzeit wurde nach zwei Fehlern im Stehendanschlag Vierter mit 36,4 Sekunden Rückstand. Mannschaftskamerad David Zobel wurde mit einem Fehler und 36,6 Sekunden Rückstand Fünfter. Platz sechs ging an Ilnaz Mukhamedzianov aus Russland mit einem Fehler und 38,4 Sekunden Rückstand. 

Header iconIBU Cup Idre - Sprint 2

Fotos: IBU/ Evgeny Tumashov

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