Hannah und Armin Auchentaller: Olympia zu Hause für zwei verschiedene Teams

Vater und Tochter feiern bei den Spielen in Mailand und Cortina ein Heimspiel, wenngleich die eine für Italien an den Start geht und der andere das US-Team trainiert.

Hannah und Armin Auchentaller teilen eine einzigartige Erfahrung bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina: Die Familie aus Antholz lebt ihren Traum und darf vor der eigenen Haustür an den Biathlon-Wettbewerben teilnehmen – an einem Ort, der für beide zur Wiege für ihre spätere Karriere wurde. Das Besondere an der Angelegenheit: Während Hannah für Italien an den Start geht, ist Armin Cheftrainer des US-Teams.

„Das kommt nicht alle Tage vor“, so Hannah an einem sonnigen Tag in Antholz mit einem Strahlen im Gesicht. „Ich freue mich riesig, hier zu sein. Für mich geht ein Traum in Erfüllung. An diesem Ort bin ich aufgewachsen, hier habe ich das Skifahren gelernt. Ich versuche, jeden Moment zu genießen und alles aufzusaugen.“

Vater Armin ergänzte: „Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, dass die Spiele praktisch bei mir zu Hause stattfinden. Das ist die Erfüllung eines Traums. Damit schließt sich auch ein Kreis, da mein Vater einst am Bau der Anlage hier beteiligt gewesen ist. Später habe ich hier als Athlet, Coach und in verschiedenen Funktionen gewirkt. Und jetzt nimmt meine Tochter an den olympischen Wettkämpfen in Antholz teil. Ich werde das olympische Flair für den Rest meines Lebens spüren.“

Die enge familiäre Bindung macht die Situation noch außergewöhnlicher, selbst wenn die beiden mit Start des Wettkampfs gewissermaßen in Konkurrenz zueinander treten.

„Er ist kein zusätzlicher Coach für mich, sondern mein Vater. Ich denke, das ist auch gut so“, so Hannah. „Es ist wichtig, eine Familie zu haben. Einen weiteren Trainer braucht es nicht. Es ist auch wichtig, bestimmte Emotionen mit der Familie zu teilen und nicht mit dem Coach. Daher ist es gut, dass wir diese beiden Dinge trennen.“

Armin pflichtete dem bei: „Ich ziehe da eine klare Grenze. Ich arbeite als Trainer für mein Team. Aber wenn Hannah zu mir kommt und mich um Rat fragt, kann ich ihr natürlich einen Tipp als Trainer geben. Sobald wir zusammen sind, bin ich aber ihr Vater, nicht ihr Coach.“

Armin nimmt noch immer eine besondere Rolle für Hannah ein, was diese auch sehr zu schätzen weiß.

„Er hatte enormen Einfluss auf mich – sowohl als Biathletin als auch als Mensch. Seine Art als Trainer zeichnet ihn auch im realen Leben aus. Er ist eine herzensgute Seele, gleichzeitig aber auch ambitioniert. Es gibt viele Dinge, die ich an ihm bewundere.“

„Das Beste an Hannah ist, dass sie sich selbst treu geblieben ist. Sie ist ehrlich und aufrichtig und hat großartige zwischenmenschliche Fähigkeiten“, so Armin über seine Tochter.

Hannah resümierte: „Ich mag unsere kleinen Rituale und bin gern mit ihm unterwegs. Er schätzt mich einfach so, wie ich bin.“

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