Julia Simons perfekte Schlussläuferleistung sichert Mixed-Staffel-Gold für Frankreich
Die französische Schlussläuferin Julia Simon zeigte zwei schnelle fehlerfreie Schießeinlagen und eine starke Laufleistung. Damit sicherte sie an diesem Nachmittag Olympiagold für Frankreich in der Mixed-Staffel in 1:04:15,5. Das französische Kleeblatt ging mit der dritten Läufer, Jeanmonnot, in Führung, als diese stehend alle Scheiben abräumte, ihren Konkurrentinnen davonlief und mit einem Vorsprung von 19 Sekunden an Simon übergab. Simon, Lou Jeanmonnot, Quentin Fillon Maillet und Eric Perrot brauchten sieben Nachlader für diese erste Biathlongoldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Milan/Cortina.
Simon gewann heute das erste Olympiagold ihrer Karriere und ihre zweite Olympiamedaille überhaupt nach Silber in der Mixed-Staffel vor vier Jahren. Fillon Maillet stockte seine Olympia-Kollektion auf sechs Medaillen auf. Er kann nun dreimal Gold sein eigen nennen. Jeanmonnot und Perrot erkämpften sich ihre jeweils erste Olympiamedaille.
„Ich hatte viel Selbstvertrauen“
Die französische Schlussläuferin sagte, dass sie mit einem guten Gefühl in das Rennen gestartet ist: „Ich habe natürlich den Druck gespürt, aber ich hatte auch viel Selbstvertrauen, weil ich wusste, was ich machen musste, vor allem am Schießstand. Es war ein schönes Rennen für das gesamt Team.“
„Jetzt kannst du es genießen“
Über ihre saubere Schnellfeuereinlage beim Stehendschießen sagte sie: „Als ich auf der Matte ankam, war ich leicht gestresst. Ich habe versucht, konzentriert zu bleiben. Ich hatte nur ein Ziel. Als ich dann wieder auf die Strecke gegangen bin, dachte ich: ‚Es ist geschafft, jetzt kannst du es genießen‘.“ Meine Teamkollegen (im Ziel) so fröhlich zu sehen, war wirklich verrückt.“
Silber für Italien, Bronze für Deutschland
Die Heimmannschaft Italien mit Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel benötigte fünf Nachlader und sicherte sich 25,8 Sekunden hinter Frankreich die Silbermedaille. Es ist die dritte olympische Mixed-Staffel-Medaille für Wierer und Hofer, die bereits Bronze 2014 und 2018 gewonnen hatten. Die deutsche Schlussläuferin Frankziska Preuss holte für ihr Team bestehend aus Vanessa Voigt, Philipp Nawrath und Justus Strelow Bronze mit einer Strafrunde, drei Nachladern und einem Rückstand von 1:05,3. Diese Bronzemedaille ist die erste olympische Mixed-Staffel-Medaille für Deutschland.
Der Titelverteidiger Norwegen verpasste zum ersten Mal bei der olympische Mixed-Staffel das Treppchen und wurde Vierter, 1:37,2 hinter Frankreich. Die Schlussläuferin Maren Kirkeeide musste zweimal in die Strafrunde nach dem Stehendschießen. Schweden erholte sich nach den zwei Strafrunden des Startläufers Sebastian Samuelsson wieder und belegte Rang fünf mit zusätzlichen sieben Nachladern und einem Rückstand von 1:40,8. Finnland landete mit sieben Nachladern 1:56,5 hinter den Siegern auf Rang sechs.
Silber für Italien, Bronze für Deutschland
Die Heimmannschaft Italien mit Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel benötigte fünf Nachlader und sicherte sich 25,8 Sekunden hinter Frankreich die Silbermedaille. Es ist die dritte olympische Mixed-Staffel-Medaille für Wierer und Hofer, die bereits Bronze 2014 und 2018 gewonnen hatten. Die deutsche Schlussläuferin Frankziska Preuss holte für ihr Team bestehend aus Vanessa Voigt, Philipp Nawrath und Justus Strelow Bronze mit einer Strafrunde, drei Nachladern und einem Rückstand von 1:05,3. Diese Bronzemedaille ist die erste olympische Mixed-Staffel-Medaille für Deutschland.
Der Titelverteidiger Norwegen verpasste zum ersten Mal bei der olympische Mixed-Staffel das Treppchen und wurde Vierter, 1:37,2 hinter Frankreich. Die Schlussläuferin Maren Kirkeeide musste zweimal in die Strafrunde nach dem Stehendschießen. Schweden erholte sich nach den zwei Strafrunden des Startläufers Sebastian Samuelsson wieder und belegte Rang fünf mit zusätzlichen sieben Nachladern und einem Rückstand von 1:40,8. Finnland landete mit sieben Nachladern 1:56,5 hinter den Siegern auf Rang sechs.
2026 Milan/Cortina Olympic Winter Games Mixed Relay
Vier für drei Medaillen
Der erste Wettkampf in der Südtirol Arena fand an einem spektakulär sonnigen Winternachmittag vor den Augen unzähliger Fans statt. Wie erwartet führten Giacomel und Perrot das Feld nach dem ersten Liegendschießen an. Beide waren fehlerfrei geblieben. Strelow lag nur eine Sekunde dahinter. Martin Uldal räumte die Stehendscheiben rasant ab und ging in Führung. Perrot lag vier Sekunden hinter ihm; Giacomel folgte mit einem Abstand von zehn Sekunden.
Uldal schickte Vetle Sjaastad Christiansen drei Sekunden vor Fillon Maillet und sechs vor Hofer ins Rennen. Nawrath brauchte liegend und stehend keinen Nachlader. Christiansen und Hofer mussten stehend nachladen und fielen 12 bzw. 19 Sekunden zurück. Fillon Maillet war auf Rang vier. Jeanmonnot bringt Frankreich nach vorn Christiansen flog über die zweite Hälfte seiner Schlussrunde und schickte Knotten fünf Sekunden vor Voigt und 21 vor Wierer und Jeanmonnot auf die Strecke. Voigt räumte liegend alle fünf Scheiben ab, genauso wie Wierer. Jeanmonnot lag nach einem Nachlader sechs Sekunden zurück. Die französische Starathletin übernahm mit einem schnellen Stehendschießen die Kontrolle. Ihr folgten Karoline Knotten, Voigt und Wierer mit Abständen von acht bzw. neun Sekunden.
Simon übernahm den Staffelstab 19 Sekunden vor ihren Konkurrentinnen. Sie dominierte sowohl das Liegend- als auch das Stehendschießen. Vittozzi zog nach und kämpft sich auf Rang zwei nach vorn. Preuss musste einmal in die Strafrunde, Knotten sogar zweimal. Dieser Unterschied entschied die Bronzemedaille.
Simon und Vittozzi feiern
Die französische Schlussläuferin genoss die letzte Runde, klatschte ab und winkte den Zuschauern zu. Vittozzi überquerte als Zweite die Ziellinie und bedankte sich bei den Fans mit einer kleinen Tanzeinlage. Preuss sicherte trotz ihrer Strafrunde zur Freude der vielen deutschen Fans im Stadion Bronze.
Fotos: IBU/ Vianney Thibaut, Nordic Focus