Antholz-Anterselva: Die 5 besten Momente

Einer hat es geahnt: Dominik Windisch weiß eben, wie Dorothea Wierer mit Druck umgeht – und hat die „alte Doro“ in seiner Expertenmeinung angekündigt. JT Bø eilt indes weiter von Rekord zu Rekord. Und Denise Herrmann-Wick befindet sich zwei Wochen vor Beginn der IBU-Weltmeisterschaften in Oberhof in phänomenaler Form. Darüber hinaus standen die Französinnen in der Staffel in Antholz-Anterselva nach sieben Jahren wieder ganz oben auf dem Treppchen. Und bei den Weltmeisterschaften im schwedischen Östersund zeigten die Para-Biathletinnen und -Biathleten ihr Können.

Natürlich Doro, natürlich

Natürlich hatte sie schwere Beine. Natürlich hat sie beim Anschießen nicht viel getroffen. Natürlich fühlte sie sich insgesamt nicht gut. Und natürlich war dann mit Beginn des Wettkampfs auf einmal alles anders. Am Ende war es wieder die alte Doro. Mit ihrem typischen Blick. Und sie wusste, was Dominik Windisch wusste.

Johannes unwiderstehlich

Als Sturla Holm Lægreid – nach einer bis dato hervorragenden Saison aktuell Zweitplatzierter in der Weltcup-Gesamtwertung – erfuhr, dass ihm JT Bø auf den ersten 100 Metern im Sprint acht Sekunden abgenommen hatte, tat er, was jeder vernünftige Athlet in dieser Situation tun würde: Er konzentrierte sich einzig und allein auf sich und ließ Johannes einfach Johannes sein. JT Bø gewann in Antholz seinen fünften Sprint in Serie und holte sein viertes Double aus Sprint und Verfolgung in diesem Winter. Auf dem Weg nach Oberhof scheint er aktuell einfach unschlagbar.

Oberhof 2023: Denise in Top-Form!

Denise Herrmann-Wick gab offen zu, dass sie sich zwei Wochen vor der Heim-WM in Oberhof in der Form ihres Lebens befindet. Durch den Sieg in der Verfolgung feierte sie ihren zweiten Saisonerfolg und konnte im Sprint läuferisch fast mit der Schnellsten Anamarija Lampič mithalten. In diesem Rennen verfehlten die beiden ehemaligen Langläuferinnen jeweils zwei Scheiben und landeten trotzdem noch in den Top 6. Bevor es zur WM nach Oberhof geht, will Denise zusammen mit ihrem Mann eine kurze Pause einlegen. Wo? Das weiß Denise am besten selbst.

Siebenjährige französische Durststrecke in Antholz beendet

Nachdem es für Julia Simon in den beiden Einzelwettkämpfen nicht ganz so gut lief, zeigte sie in der Frauenstaffel eine herausragende Leistung und führte die Französinnen als Schlussläuferin zum ersten Sieg seit 2016. Sieben Jahre zuvor benötigten Justine Braisaz-Bouchet, Anaïs Bescond, Anaïs Chevalier-Bouchet und Marie Dorin-Habert acht Nachlader, um 17,2 Sekunden vor der tschechischen Staffel den Sieg einzufahren. Diesmal begnügten sich Lou Jeanmonnot, Chevalier-Bouchet, Chloé Chevalier und Simon mit gerade einmal zwei Nachladern, sodass sie am Ende 45,2 Sekunden vor den Schwedinnen gewannen.

Para-Ski-WM im schwedischen Östersund

Während der BMW IBU-Weltcup in Antholz-Anterselva Station machte, wurde in Östersund die Para-Ski-WM eröffnet. Am Samstag fanden dabei die ersten Wettkämpfe im Para-Biathlon statt. Den Auftakt machten die Sprint-Rennen über 7,5 km (sitzend, stehend, mit Sehbeeinträchtigung), wobei die ersten Goldmedaillen an Deutschland (2x), Kanada (2x), die USA und die Ukraine gingen. IBU-Präsident Olle Dahlin überreichte die Medaillen am Samstag höchstpersönlich. Die IBU überträgt die Wettbewerbe der Para-WM auf ihrem YouTube-Kanal. Die nächsten beiden Wettkampftage stehen am 25. und 27. Januar an.

Foto: IBU/C. Manzoni, Karl Nilsson/Parasport Sverige

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