Ticket für den Weltcup – Oleksandra Merkushyna und Philip Lindkvist-Fløtten machen sich nach ihrem Erfolg am Arber auf den Weg nach Oslo

Oleksandra Merkushyna und Philip Lindkvist-Fløtten haben sich bei den IBU-Junioren-Weltmeisterschaften am Arber einen Namen gemacht. Sie verlassen den Bayerischen Wald als erfolgreichste Athleten der Meisterschaften. Damit haben sie sich ihren Platz beim IBU-Biathlon-Weltcup in Oslo gesichert. Die Vorfreude ist groß.

Oleksandra Merkushyna – eine unvergessliche Saison

Oleksandra Merkushyna ist keine Unbekannte im Weltcup. Bereits 2022 gab sie ihr Debüt in der höchsten Biathlon-Liga. Doch als Juniorin ist es für sie immer noch jedes Mal etwas Besonderes: „Ich bin froh, in dieser Saison wieder beim Weltcup dabei zu sein. In Anbetracht meines Alters ist es mein Hauptziel, so viel Erfahrung wie möglich auf Weltcup-Niveau zu sammeln. Diese Saison hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, das ich bei meiner Vorbereitung auf die nächste Saison richtig nutzen muss“, sagt die 21-Jährige.

Im Februar gab sie bei den Winterspielen in Antholz ihr Debüt als Olympionikin und erreichte im Einzel mit Platz 17. ihr bisher bestes Ergebnis. „Es war definitiv eine ganz besondere Saison für mich. Der Saisonstart verlief ganz und gar nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte, und dann hatte ich auch noch eine Viruserkrankung. Ich dachte schon, das wär’s für diese Saison, aber dann wurde es besser, und am Ende habe ich mir meinen Olympia-Startplatz gesichert. Nach den Olympischen Spielen kam ich dann ins Skistadion am Arber und sah dort so viele bekannte Gesichter aus Antholz. Es war schön zu sehen, wie viele Athleten von den Olympischen Spielen zur Junioren-Weltmeisterschaft gekommen sind, und ich finde das cool.“ Mit drei Medaillen – Gold im Massenstart 60, Silber im Einzel und Bronze in der Staffel – nimmt Merkushyna den kompletten Medaillensatz mit nach Hause.

Merkushyna hatte nicht damit gerechnet, sich für Oslo zu qualifizieren. Sie wollte nach der Junioren-Weltmeisterschaft ihre Freunde in Lillehammer besuchen, ihre Skisaison auf Schnee verlängern und ihre Schwester bei den Weltcup-Rennen anfeuern. Jetzt steht sie selbst in Oslo an der Startlinie und kann ihre erfolgreiche Saison gebührend abschließen.

Philip Lindkvist-Fløtten – magische Momente am Schießstand

Für Philip Lindkvist-Fløtten war der Einzelwettkampf am Arber während der Junioren-Weltmeisterschaften ein Erlebnis, das er so schnell nicht vergessen wird: „Es war wahnsinnig cool, im Einzel 20 von 20 zu treffen und Junioren-Weltmeister zu werden. Als ich den 20. Schuss abgab, fühlte es sich magisch an. Ich hatte im Einzel noch nie zuvor mehr als 17 Treffer gehabt, daher war das sowohl vom Tempo als auch vom Schießen her eine perfekte Leistung.“ Er hatte einen solchen Erfolg nicht erwartet, da er sich nach den Europameisterschaften in Sjusjøen schwer und müde fühlte. Aus diesem Grund hatte er seiner Familie gesagt, es habe keinen Sinn, ihn beim Einzelrennen am Arber zu unterstützen, sodass seine Mutter und seine Schwester erst in der zweiten Woche der Meisterschaften anreisten. Es lohnte sich für sie dennoch, denn er gewann Silber im Sprint und wurde Dritter im Massenstart 60.

Der 19-Jährige freut sich riesig auf sein erstes Weltcup-Rennen: „Ich bin unglaublich aufgeregt, beim Weltcup am Holmenkollen anzutreten. Es wird wahnsinnig cool, mich auf höchstem Niveau vor großem Publikum zu beweisen. Ich will dort einige Punkte sammeln und versuchen, mich zumindest für die Verfolgung zu qualifizieren – und vor allem die Erfahrung genießen.“ Auch dort wird seine Familie ihn begeistert anfeuern.

Fotos: IBU I Deubert

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