Junge Olympioniken machen nächsten Schritt bei Youth- & Junioren-WM
Gerade einmal eine Woche nach dem größten Event in der Sportwelt kehren die jungen Athleten zu Altersgenossen zurück – nicht mehr als „Talente“, sondern als Olympioniken. Von den hellen Lichtern der Olympiastadien, dem internationalen Publikum und dem immensen Druck geht es nun in eine etwas einfachere Welt. Die Messlatte hängt niedriger, die Atmosphäre ist weniger aufgeladen – doch die Ambitionen sind so hoch wie immer.
Estere Volfa behauptete sich unter den Spitzenathleten
Die Lettin nahm nicht nur an den Olympischen Spielen teil – sie trat auch an. Rang 16 im Sprint sicherte ihr einen Start in der Verfolgung. Mit Ruhe und Präzision arbeitete sie sich auf Platz 11 nach vorn und verfehlte nur eine Scheibe in beiden Rennen.
Ihre Form hat sich über die Saison hinweg immer weiter gesteigert. Mit fast 30 Weltcupstarts, einem Platz unter den Top 25 in der Verfolgung in Östersund und Rang fünf im Einzel bei der Juniorenweltmeisterschaft im vergangenen Jahr reist sie nicht nur in Bestform nach Arber, sondern auch mit einer gehörigen Portion Erfahrung – ihr größter Vorteil, über den sie auch in unserem pre-Olympic Interview gesprochen hat, in dem sie über ihre Vorbereitung und Erwartungen vor den Spielen reflektierte.
Rihards Lozbers hinterlässt seine Spuren
Mit gerade einmal 16 Jahren zählt Lozbers noch zu den Jugendathleten. Er absolvierte aber bereits mehrere Weltcupstarts und trat auch bei Olympia an. Damit sammelte er mehr Erfahrung, als sich die meisten seiner Altersgenossen vorstellen können. Er belegte Rang 32 im Sprint von Milan/Cortina und bewies damit seine Reife und sein Talent.
Obwohl er zum ersten Mal solo bei der Jugend- und Juniorenweltmeisterschaft an den Start geht, kann Lettland auf zwei starke Athleten zählen – Volfa und Lozbers – die dem Team echte Feuerkraft verleihen.
Oleksandra Merkushyna springt vom EYOF zu den OWS
Mit 28 Weltcupstarts zählt Merkushyna zu den erfahrensten Juniorenathleten der Ukraine. Sie belegte Rang 17 im olympischen Einzel – ihr bestes Ergebnis bei den Senioren – und Platz 9 bei der JJWM 2025 in Östersund.
Die ehemalige Sprintsiegerin der EYOF 2023 reist für ihre letzte Junioren-WM nach Arber. Sie bringt Erfahrung, Ehrgeiz und die Bereitschaft mit, endlich vollkommen in die Welt der Senioren aufzusteigen.
Grzegorz Galica steigt bei den Senioren auf
Der Pole Galica lief in dieser Saison ausschließlich bei den Senioren. Nach Rang 23 in der Verfolgung in Oberhof postete er seine beste Platzierung bei den Olympischen Spielen: Platz 33 im Einzel.
Bei der JJWM im vergangenen Jahr sicherte er sich Rang zwei im Einzel der Jugendkategorie und verhalf Polens Juniorenstaffel zu Bronze. Er hat also klar bewiesen, dass er sowohl einzeln als auch im Team stark ist.
Weitere Medaillenkandidaten
Noch einige andere erfolgreiche Junioren fahren von Antholz nach Arber zu ihrem zweiten Saison-Highlight. Die Finnin Inka Hamalainen verhalf ihrer Mannschaft zu Rang sechs in der Mixed-Staffel – Finnlands bestes Ergebnis seit PyeongChang 2018. Der Kroate Matija Legovic ist viermaliger IBU Junior-Cup-Sieger, während der Este Jakob KulbinGold im Jugendsprint 2022 holte und im Einzel bei der Junioren-WM im vergangenen Jahr Rang vier belegte.
Fotos: IBU Photopool