Laegreid treibt Johannes zu Bestleistungen

Während der BMW-IBU-Weltcup in Pokljuka fortgesetzt wird, erklärt Arnd Peiffer, warum Julia Simon und JT Boe Gelb tragen. Er glaubt, dass Laegreid für JT ein neuer Fourcade ist, aber warum?

Er erklärt, was Schwedens größte Stars tun müssen, um 2023 zu glänzen, und warum er von Anamarija Lampič so beeindruckt ist. Ach, und Arnd ist sehr zufrieden mit der Leistung des deutschen Teams, während die IBU-Weltmeisterschaft in Oberhof 2023 immer näherrückt.

Julia Simon und JT Bø werden bei der Fortsetzung des BMW-IBU-Weltcups in Pokljuka das Gelbe Trikot tragen, da sie im ersten Trimester am Schießstand durchweg bemerkenswerte Leistungen zeigten. Johannes verdankte die meisten seiner fünf Siege einer hohen Präzision im Liegendschießen in Kombination mit hohem Tempo auf den Skiern. In meinen Augen treibt Laegreids ständiger Druck Johannes zu Leistungen, die wir nur von ihm kannten, als Martin Fourcade ihm im Nacken saß. Sturla schießt schnell und ist am Schießstand durchweg unter den Schnellsten. Trotz starker Leistungen auf der Piste hätte sich JT Bø im Sprint in Annecy keinen Fehler leisten können, sonst hätte Sturla gewonnen. Ich denke, dass ihr tagtäglicher Kampf in Pokljuka weitergeht.

Julia Simon hatte im ersten Trimester nur eine Strafe im Liegendanschlag. Das ist eine immense Verbesserung. In meiner Karriere hatte ich auch Phasen, in denen ich nach einer Pause deutlich besser war, oftmals nach der Weihnachtspause. Es ist ein großartiges Gefühl, gut in Form und wieder im Flow zu sein. Das ist fast besser, als konstant gute Leistungen zu bringen. Manchmal sind es nur die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben, und das gilt besonders fürs Schießen.

Als sich das erste Trimester dem Ende näherte, wurde das norwegischen Männerteam von Tag zu Tag dominanter. Meiner Meinung nach liegt das vor allem an ihrem außergewöhnlich starken B-Kader. Niemand kann sich seiner Position sicher sein, und selbst Spitzenathleten wie Tarjei Bø oder Johannes Dale müssen hart kämpfen, um im Weltcup-Team zu bleiben. Sie haben auch natürliche Vorteile: Der letzte Winter bot in Norwegen gute Trainingsmöglichkeiten. Während C-19 konnten die Norweger bis weit in den Juni hinein Ski fahren. Skilanglauf ist in Norwegen auch ein Nationalsport, und die Athleten haben eine sehr gute Skitechnik. Außerdem messen sich in Norwegen Hunderte von Kindern im Biathlon.

Die Bilanz des deutschen Teams im ersten Trimester ist sehr positiv: Denise Herrmann-Wick hat im Sprint in Hochfilzen gewonnen, und das Team hat zahlreiche Podestplätze gesammelt. Viele junge Athleten haben sich stark verbessert. Anna Weidel, Sophia Schneider, David Zobel und Justus Strelow sind tolle Rennen gefahren. Benni Dolls Form hat sich in Annecy verbessert. Ich bin sehr optimistisch, was die Chancen der deutschen Athleten bei der IBU-Weltmeisterschaft in Oberhof angeht.

Wie erwartet hat Elvira Öberg eine gute Form auf den Skiern gezeigt. Das größte Problem haben die Öberg-Schwestern am Schießstand, nicht auf der Piste. Im ersten Trimester wirkten sie zu oft gestresst und gehetzt. Wenn sie ihr Schießen in der Weihnachtspause verbessern, können Elvira und Hanna im Januar jederzeit gewinnen. Das Gleiche gilt für Sebastian Samuelsson: Sebastian hat in der letzten Saison einen außergewöhnlichen Start beim Weltcup hingelegt. Das war diesen Winter nicht so sehr der Fall, aber ich denke, dass er 2023 wieder zu seiner starken Form zurückfindet.

Mit Pokljuka im Hinterkopf möchte ich meine Gedanken mit Anamarija Lampič abschließen. Sie hat in Hochfilzen gezeigt, was für eine phänomenale Skifahrerin sie ist. Es ist unglaublich, dass sie trotz des Wechsels immer noch so stark auf der Strecke ist. Normalerweise ist es für Langläufer schwierig, in Form zu bleiben, denn es dauert lange, bis man gut schießen kann. Ich hoffe, dass sie ihr Schießen noch mehr stabilisieren kann. Dann kann es im Januar und bei der Weltmeisterschaft in Oberhof spannend werden. Wenn sie einen guten Tag hat, kann sie ein Rennen gewinnen.

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