Antholz Power Rankings Debüt

Nach dem Auftakt in Oestersund beginnt sich die Frühjahrs-Hierarchie auf dem Weg nach Antholz–Anterselva und zu den Olympischen Winterspielen Milano-Cortina 2026 abzuzeichnen. Neue Namen mischten sich nach vorne, einige Favoriten kämpften, und die Saison startete mit ungewöhnlicher Unvorhersehbarkeit. Mitten in diesem Umbruch präsentiert Biathlonworld.com die Antholz Power Rankings – eine datengestützte Übersicht der aufstrebenden Olympiakandidaten basierend auf jüngsten Leistungen, Höhenprofilen und Erfahrung bei Großereignissen. Angesichts dieses dynamischen Saisonstarts sind in den kommenden Wochen große Verschiebungen zu erwarten, insbesondere vom Mann in Gelb, Johan Olav Botn.

Jeanmonnot führt, muss aber auf der Hut sein

Das Antholz Power Ranking der Damen zeigt gleich zu Beginn ein überraschendes Bild: Lou Jeanmonnot stand in Östersund nicht auf dem Treppchen, doch die französisch Athletin führt das Ranking dank ihrer gleichbleibend starken Leistungen in Abhängigkeit zu ihrer Form, ihrer Höhentauglichkeit und ihren Ergenbnissen bei Großveranstaltungen an. Franziska Preuss folgt dicht dahinter auf Rang zwei, obwohl sie verletzt und krank war. Das unterstreicht ihre beeindruckend Erfolgsbilanz bei Großveranstaltungen und in der Höhe, wenn das Modell langfristige Zuverlässigkeit mit kurzfristigen Turbulenzen in Einklang bringt. Dahinter liegen die Schwedinnen und Italienerinnen eng beisammen: Elvira Oeberg (Platz 3) und Lisa Vittozzi (Platz 4) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen nach stabilen, aber unspektakulären, Eröffnungsrennen. Vittozzi musste letzte Saison aufgrund einer Rückenverletzung pausieren, daher haben wir ihre Ergebnisse aus diesem Winter mit ihren starken Leistungen aus ihrer triumphale Gesamtsieg-Saison 2023/2024 kombiniert. Die Überraschung der Woche ist allerdings Suvi Minkkinen: Die finnische Athletin verlässt Oestersund mit dem Gelben Trikot nach ihrem phänomenalen ersten Weltcupsieg. Sie sicherte sich außerdem Rang fünf im Power Ranking mit Luft nach oben, sobald mehr „aktuelle Ergebnisse“ im Modell erscheinen. Starke Leistungen von Océane Michelon (Treppchenplatz im Sprint) und Lisa Theresa Hauser halten Frankreich und Österreich im Rennen.

Und auch Justine Braisaz-Bouchet und Hanna Oeberg sind trotz wenig berauschender Eröffnungsleistungen vertreten. Die Siegerin im Einzel, Dorothea Wierer, liegt mit Platz 12 im Power Ranking ebenfalls in Schlagdistanz.

Die große Unbekannte ist natürlich Camille Bened, die derzeit Rang vier in der Gesamtwertung belegt und eine phänomenale Schießleistung abruft.

Sturla führt im Power Ranking, aber…

Bei den Herren zeigt das Power Ranking ein völlig anderes, wenn auch ebenso interessantes Bild. Sturla Holm Laegreid führt die Liste ohne Einzelsieg in Östersund an. Seine Position basiert auf einer außergewöhnlichen Beständigkeit bei Großereignissen und starken Leistungen in der Höhe anstatt auf kurzzeitigen Triumphen. Der Verfolgungssieger Quentin Fillon Maillet (Platz 2) und Eric Perrot (Platz 3) sind starke Vertreter für Frankreich. Beide profitieren von ihren guten Saisoneröffnungen und ordentlichen Leistungen in der Vergangenheit. Sebastian Samuelsson (Platz 4) und Martin Uldal (Platz 6) standen jeweils zweimal auf dem Treppchen und Tommaso Giacomel (Platz 5) zeigte sich zu Saisonbeginn ebenfalls sehr stabil. Vetle Sjaastad Christiansen, Jakov Fak, Campbell Wright und Emilien Jacquelin runden die Top 10 ab.

Doch ein Athlet könnte alles über den Haufen werfen: Johan Olav Botn. Er hat seine erste komplette Weltcup-Eröffnungswoche hinter sich, schaffte zwei Siege (Einzel und Sprint) und einen dritten Platz in der Verfolgung. Doch er taucht nicht im Ranking auf, da er keine Höhen-Ergebnisse aus mehreren Saisons sowie Meisterschaftsdaten vorweisen kann, die für die Berechnung des Power Rankings benötigt wird.

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