Snow Network Meeting in Oberhof: Experten tauschen sich zum Schnee Management aus

In Oberhof fand an diesem Wochenende das zweite Snow Network Meeting der Internationalen Biathlon Union statt. Die Organisatoren der BMW IBU Weltmeisterschaften Biathlon 2023 und der Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum Oberhof nutzten die Gelegenheit, um ihr ausgeklügeltes Schneemanagementsystem vorzustellen.

An diesem Wochenende sind Experten für das Schneemanagement aus allen Organisationskomitees der Weltcup und IBU-Cup-Standorte im Biathlon-Sport in Oberhof zusammengekommen, um sich über die Zukunft des nachhaltigen Schneemanagements – und damit die Zukunft des Wintersports – auszutauschen. 40 Teilnehmer von 15 Organisationskomitees, IBU-Mitarbeitern, IBU-Experten und unabhängigen Forschungsexperten, nahmen an dem dreitägigen Forum teil, bei dem Praktiken für die Produktion, den Transport und die Lagerung von Schnee präsentiert wurden.

Schnee ist die essenzielle Grundvoraussetzung für den Wintersport. Durch den Klimawandel sowie die steigenden Energiekosten wird das Thema Schneemanagement immer wichtiger. Das Snow Network bildet die ideale Plattform für den Erfahrungsaustauch unserer Organisatoren und externen Experten, um auch in Zukunft auf effizienteste Weise ideale Bedingungen für unsere Athleten zu schaffen,

sagte Borut Nunar, Race Director World Cup der Internationalen Biathlon Union (IBU).In enger Kooperation mit dem Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum Oberhof als Eigentümer und Betreiber der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig haben die Organisatoren der BMW IBU Weltmeisterschaften Biathlon 2023 die Gelegenheit genutzt, ihr ausgeklügeltes Schneemanagement vorzustellen. „Der Klimawandel stellt uns Organisatoren vor besondere Aufgaben. Wir sind den Sportstättenbetreibern dankbar, dass sie den Weg mit uns gehen und mit vielen kleinen Puzzleteilen in eine nachhaltige Zukunft der Anlagen investieren“, sagte OK-Chef Thomas Grellmann.

Bei einer Arena-Führung machte der Tross unter anderem Station an der neu errichteten Schneelagerhalle mit angeschlossener Schneeerzeugungsanlage und den streckennahen Schneedepots, durch die weiträumige Schneetransporte seit dem Vorjahr der Vergangenheit angehören.

Nach der Wintersaison ist es gelungen, große Mengen Schnee über die warmen Monate des Jahres zu retten. „Mit dem neuen Strecken-Depot und der modernisierten Beschneiungsinfrastruktur wurde unser Schneekonzept um entscheidende Komponenten erweitert“, sagte Jörg Peter, technischer Betriebsleiter des Thüringer Wintersportzentrums. Der Schnee wird bei der Präparierung der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig eingesetzt, in der nicht nur die Titelkämpfe im Februar 2023 sattfinden, sondern regelmäßig Kinder und Jugendliche trainieren.

Das Snow Network Meeting ist 2021 ins Leben gerufen worden. Ziel des Netzwerks ist es, Ressourcen zu schonen und effizienter zu nutzen, so dass der Klimafußabdruck und die Umweltauswirkungen des IBU und der Standorte minimiert werden können.

Das ist eine globale Aufgabe, zu der wir gerne unseren Beitrag leisten. Wir arbeiten hier sehr akribisch in verschieden Bereichen und unter anderem auch daran, den benötigten Strom für die Kunstschneeproduktion auf Grundlage erneuerbarer Energien selbst zu erzeugen. Der stetige Austausch mit der IBU sowie dem DSV ist für uns von großer Bedeutung, um Ressourcen nicht nur nachhaltig, sondern auch zielführend einsetzen zu können,

sagte Sportstättenchef und Oberhof-Beauftragte der Landesregierung, Dr. Hartmut Schubert.

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