Fünf brennende Fragen an Simon Eder

Antholz 2023; Simon Eder, 2002 mit einer Strafe Weltmeister im Einzel der Junioren über 15 km, wurde mit ebenfalls einer Strafe Neunter in der Verfolgung der Herren über 12,5 km. 21 Jahre sind vergangen, und noch immer kämpft Eder jede Woche um Topplatzierungen. Im Laufe seiner langen Karriere hat er „alles erreicht“: 462 Weltcup-Starts mit 47 Podestplätzen (Einzel und Staffel), zwei olympische Staffelmedaillen und fünf IBU-WM-Medaillen, darunter Silber mit der Mixed-Staffel 2021. Er ist als einer der besten Schützen im Biathlon bekannt und hat vor kurzem im Liegendschießen 104-mal in Folge getroffen!

Nach seiner 100. Top-10-Platzierung in der Verfolgung in Antholz beantwortete Simon unsere fünf brennenden Fragen... und in einer sechsten Frage verriet er, wie für ihn ein perfekter freier Tag aussieht!

Biathlonworld: Wie haben Sie es geschafft, in dieser Saison im Liegendschießen ihre Leistung so konstant zu halten??

Simon Eder: Ich denke, da kommt Vieles zusammen, externe und interne Faktoren. Man braucht zum Beispiel konstante Wetterbedingungen und Munition, die wirklich gut zur Waffe passt. Innerlich versuche ich, zwischen den fünf Schüssen ein Gleichgewicht zwischen schnellem Schießen und nicht zu viel Risiko zu finden... Und einige meiner Treffer waren wirklich knapp, man braucht also auch ein bisschen Glück!

BW: Ist es schwer zu glauben, dass das Ihre 20. Weltcup-Saison ist?

SE: Sicherlich, die Hälfte meines Lebens bin ich im Profisport, aber das habe ich mir schon als kleines Kind gewünscht.

BW: Wie bleiben Sie nach so vielen Jahren im Profisport auf hohem Niveau motiviert?

SE: Ich liebe meinen Beruf und auch mein Vater hatte eine sehr lange Karriere. Für mich war es also immer irgendwie "normal", bis zum Alter von 40 Jahren an Wettkämpfen teilzunehmen. Ich habe zu meinem Vater und generell zu anderen Sportlern mit langen Karrieren wie Maurilio De Zolt, Ole Einar Björndalen, Anders Aukland oder Jaromir Jagr aufgeschaut. In meiner Familie habe ich zwei Biathlontrainer, an die ich mich als älterer Sportler immer wenden kann.

BW: Was machen Sie normalerweise, um sich nach einem Rennen zu erholen, besonders in Wochen wie in Antholz, wo an drei aufeinanderfolgenden Tagen Wettkämpfe stattfinden?

SE: Meine Frau ist Ernährungsberaterin und weiß viel über Ernährung, sie hilft mir sehr. In dieser Saison arbeitet das österreichische Team auch mit einem Sporternährungswissenschaftler zusammen und wir haben auch Physiotherapeuten in unserem Team! So viel wie möglich zu schlafen ist mein persönlicher Erholungstipp.

BW: Ihr Vater war von Anfang an Ihr Trainer. Was ist der beste Rat, den er Ihnen je gegeben hat?

SE: Zu versuchen, in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben. Er lebt diesen Ratschlag. 2017 war ich den ganzen Januar über krank, kurz vor der Heim-IBU-WM in Hochfilzen. Ohne ihn hätte ich dort nicht zwei Medaillen geholt.

BW: Bonusfrage: Was machen Sie an einem perfekten trainingsfreien Tag, wenn Sie wieder zu Hause sind?

SE: Ich bringe meine Tochter zur Schule, setze mich zu Hause auf mein Sofa und mache einen Abendspaziergang mit der Familie und dem Hund... ein perfekter Tag!

Photos: IBU/Christian Manzoni, Jasmine Walter

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