Quentin Fillon Maillet holt Olympiagold im Sprint

Seinen Olympiasieg im Einzel konnte Quentin Fillon Maillet vor zwei Tagen nicht verteidigen. Doch heute schlug er eindrucksvoll zurück und sicherte sich bei den Spielen Milano Cortina nach tadelloser Schießleistung im Sprint der Männer über 10 km in 22:53,1 Minuten die Goldmedaille. Der Franzose ging kurz vor dem Liegendanschlag bei Kilometer 2,9 in Führung. Am Schießstand setzte er schnell und sicher alle zehn Patronen ins Ziel und holte sich am Ende die vierte Olympische Goldmedaille seiner Karriere. Damit zog er mit seinem Landsmann Martin Fourcade als meistdekorierter Franzose bei Olympischen Winterspielen gleich.

Perfekter Tag

Der neue Olympiasieger freute sich riesig über seinen perfekten Tag: „Ich habe mich heute großartig gefühlt. Die Ski liefen perfekt, ich war selbstbewusst am Schießstand. Ich wusste, dass ich das Zeug fürs Podium oder mehr habe. Nach meinen fehlerfreien Schießeinlagen habe ich umso härter für den Sieg gekämpft. Ich war drei, vier Jahre nicht auf meinem höchsten Niveau, vor allem nicht am Schießstand. Doch heute war es das perfekte Rennen, das ist ein unglaubliches Gefühl. Meine Freundin und ich werden bald Eltern eines Jungen. Ihm möchte ich diesen Sieg widmen. Er hat mir geholfen, dieses Level zu erreichen. Heute lief es einfach perfekt für mich.“

Seit dem Sommer auf diesen Moment hingearbeitet

Sein Trainer Simon Fourcade gab zu Protokoll, dass er nach dem fehlerfreien Liegendschießen seines Schützlings überzeugt von dessen Sieg war: „Ich hatte ein gutes Gefühl. Natürlich ist das Rennen nach einem fehlerfreien Liegendschießen noch nicht vorbei, aber ich wusste, dass er läuferisch extrem stark ist. Seit der intensiven Sommervorbereitung habe ich von diesem Moment geträumt.“

In einem äußerst spannenden Kampf um die Medaillen setzte sich am Ende der fehlerfreie Vetle Sjåstad Christiansen 13,7 Sekunden hinter dem Franzosen auf Rang zwei und holte damit seine zweite olympische Einzelmedaille nach Bronze im Massenstart 2022. Christiansen lag am Ende gut zwei Sekunden vor seinem Teamkollegen Sturla Holm Lægreid, der nach ebenfalls tadelloser Schießleistung 15,9 Sekunden hinter dem Sieger Bronze gewann.

Fillon Maillets Landsmann Emilien Jacquelin traf ebenfalls alle Scheiben, verpasste Bronze aber hauchdünn um 0,2 Sekunden und wurde Vierter. Fünfter wurde wie schon beim olympischen Sprint von 2022 der Schwede Sebastian Samuelsson (null Fehler, +25 Sekunden). Komplettiert wurden die Top 6 vom Norweger Johannes Dale-Skjevdal (zwei Strafrunden, 43 Sekunden zurück).

Fillon Maillet früh in Führung

Beim Sprint der Männer waren die Bedingungen etwas besser als im Einzel. Nach einer eiskalten Nacht war die Strecke sehr schnell. Bei teilweise bewölktem Himmel wehte nur leichter Wind. Fillon Maillet kam mit der schnellsten Angangszeit zum ersten Schießen, schoss dabei souverän und fehlerfrei. Jacquelin traf liegend ebenfalls alle fünf Scheiben und setzte sich 7 Sekunden vor seinen Landsmann. Auch Lægreid räumte liegend alle Ziele ab und ging 14 Sekunden hinter dem Führenden zurück auf die Strecke. Christiansen setzte sich dann an die dritte Position vor Laegreid und warf im Rennen um die Medaillen seinen Hut in den Ring. Stehend schoss der spätere Goldmedaillengewinner unglaublich sicher und schnell und ging zunächst in Führung, ehe sich Jacquelin mit einer unfassbaren Schnellfeuereinlage 6 Sekunden vor Fillon Maillet setzte. Mit solidem Rhythmus und fünf sauberen Treffern schob sich Lægreid zwischenzeitlich auf Platz drei, bis der ebenfalls fehlerfreie Christiansen mit 3 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann auf die Schlussrunde ging.

Header icon2026 Milan/Cortina Olympic Winter Games Men's 10 km Sprint

Christiansen erläuft Silber

1,2 Kilometer vor dem Ziel hatte Fillon Maillet den Rückstand auf Jacquelin aufgeholt und ging sogar mit 4 Sekunden in Führung. Jacquelin verließen unterdessen die Kräfte, sodass er im Ziel 16 Sekunden hinter dem späteren Sieger lag. Bei Kilometer 8,8 lag Christiansen vor Lægreid, der noch einmal alles aus sich herausholte und sich am Ende hauchdünn vor Jacquelin behauptete. Christiansen konnte seinen Vorsprung indes verteidigen und sich die Silbermedaille sichern.

Fotos: IBU/Vianney Thibaut, Ola Wizor, Nordic Focus

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