Perfekter Eric Perrot siegt bei Flutlicht im Kurz-Einzel von Nove Mesto
Der Franzose Eric Perrot lag heute Abend im 15 km Kurz-Einzel der Männer in Nove Mesto nach einem fehlerfreien ersten Liegendschießen noch auf Rang zwei, traf danach auch noch die nächsten fünfzehn Scheiben für eine blütenweiße Weste und lief uneinholbar davon zum Sieg in 36:30,6 Minuten. Mit dem heutigen Sieg kann der letztjährige IBU-Weltmeister im 20 km Einzel nun in jeder Weltcup-Einzeldisziplin einen Sieg vorweisen: Sprint, Verfolgung, Einzel, Kurz-Einzel und Massenstart.
20 Schuss, 20 Treffer, „ein großartiges Gefühl“
Perrot war überaus zufrieden mit seinem Schießen, insbesondere nachdem er in der vergangenen Woche in Ruhpolding Probleme gehabt hatte. „Das war gut, wirklich gut, 20 Treffer bei 20 Schuss, das war ein großartiges Gefühl. Ich habe mich sehr auf mein Schießen konzentriert, nachdem das in zwei Rennen letzte Woche nur so mittel gewesen war. Es war ein gutes Gefühl, wieder fehlerfrei durchzukommen.“
„Schub geben wenn nötig“
Auf der Loipe performte Perrot so perfekt wie am Schießstand. „Ich konnte das Laufen ein bisschen mehr genießen und mich am Schießstand mehr konzentrieren. Ich hatte ein bisschen mehr im Tank um noch Schub zu geben wenn nötig. Es war wirklich ein tolles Gefühl, auf der letzten Runde genug Vorsprung zu haben, um sie genießen zu können.“
Perrots Mannschaftskamerad Emilien Jacquelin kam ebenfalls ohne Fehler durch und wurde mit 41,8 Sekunden Rückstand Zweiter, für ihn der erste Weltcup-Podestplatz in dieser Disziplin. Auch Lukas Hofer traf alle 20 Scheiben und stand als Dritter zum ersten Mal seit dem dritten Platz im Verfolger von Kontiolahti im März 2022 auf dem Podest. Kurioserweise war Hofers letztes Null-Fehler-Rennen mit vier Schießen auch eines in Nove Mesto: Im Verfolger der IBU WM 2024 wurde er damit Neunter.
Der Franzose Oscar Lombardot liefert mit einem Fehler und 1:46,2 Minuten Rückstand auf Platz vier eine persönliche Bestleistung ab. Der Norweger Martin Nevland traf alle seine Scheiben und schaffte die persönliche Bestleistung auf Platz fünf mit 1:57,9 Minuten Rückstand. Mit Emilien Claude schaffte es noch ein vierter Franzose in die Top sechs, er mit zwei Fehlern, 2:04 Minuten Rückstand und einer Saisonbestleistung auf Platz sechs.
Flutlichtrennen
Im ersten Flutlichtrennen der Saison gingen bei frostigen minus sechs Grad und mäßigem Wind insgesamt 99 Männer an den Start. Giacomel, der Mann im gelben Trikot, schoss im ersten Liegendschießen aggressiv, traf und setzte sich an die Spitze. Jacquelin und Perrot zogen nach, Perrot zwei Sekunden hinter dem Italiener.
Hofer erhöhte im ersten Stehendschießen auf 10 Treffer und ging in Führung. Der Weltcup-Führende verschoss einmal, dann im letzten Stehendschießen noch dreimal und fiel zurück. Jacquelin blieb auch im dritten Schießen ohne Fehler, so auch Perrot, der nun in Führung lag. Der Italiener erhöhte im zweiten Liegendschießen auf 15 Treffer. Jacquelin lieferte eine Null-Fehler-Serie und lag nun um 0,8 Sekunden vorn, bevor Perrot ebenfalls alles Scheiben auf weiß drehte, allerdings mit 27 Sekunden Vorsprung.
Podestplätze für fehlerfreies letztes Stehendschießen
Alle drei kamen ohne Fehler durch das letzte Stehendschießen, Perrot baute dabei seinen Vorsprung auf 42 Sekunden aus und hatte den Sieg sicher. Damit waren die Podestplätze vergeben, mit Frankreich auf 1 und 2 und dem 36-jährigen Hofer auf Platz drei.
Fotos: IBU/Jaroslav Svoboda, Yevenko, Nordic Focus