France vs Norway: High-Stakes Pursuit Duell

Nach dem Gewinn je einer Olympischen Sprint-Goldmedaille und insgesamt drei Medaillen treten Frankreich und Norwegen als klare Favoriten in die Verfolgungsrennen der Olympischen Biathlonspiele 2026 in Antholz ein. Da nur Sekunden die Spitzenreiter trennen, sind die Einsätze hoch und der Druck enorm – können Quentin Fillon Maillet und Maren Kirkeeide ihre knappen Führungen über fünf Runden, 20 Schießeinlagen hinweg bis zum nächsten Sieg verteidigen?

Die Besten in der Verfolgung 2025/26

Nach den ersten beiden Trimestern konnten sich bei den Frauen Lisa Theresa Hauser (in Östersund), Lisa Vittozzi (Hochfilzen), Lou Jeanmonnot (Annecy-Le Grand Bornand und Ruhpolding) sowie Elvira Öberg (Oberhof) in den Verfolgungsrennen durchsetzen. Elvira Öberg ist die einzige Athletin, die ihren Sprintsieg mit dem Double in der Verfolgung krönen konnte. Jeanmonnot gewann zweimal den Verfolger, nachdem sie den Sprint jeweils auf dem zweiten Platz beendet hatte.

Bei den Männern heißen die bisherigen Sieger Quentin Fillon Maillet (in Östersund), Perrot (Hochfilzen), Johan-Olav Botn (Annecy-Le Grand Bornand), Tommaso Giacomel (Oberhof) und Johannes Dale-Skjevdal (Ruhpolding). Analog zu Elvira Öberg ist Giacomel der einzige Biathlet, der einen Sprintsieg mit einem weiteren Erfolg in der Verfolgung veredeln konnte. Dieses Kunststück gelang dem Italiener in Oberhof. Fillon Maillet sicherte sich seinen Verfolgungssieg nach Platz drei im Sprint, Perrot war im Sprint Zweiter, Botn Vierter und Dale-Skjevdal sogar nur Zehnter.

Wer noch auf dem Podium stand

Neben den vier Siegerinnen bei den Frauen, gelangen Minkkinen drei zweite Plätze. Hanna Öberg und Anna Magnusson wurden jeweils einmal Zweite. Die beiden Schwedinnen kamen zudem einmal auf Rang drei, genauso wie Maren Kirkeeide, Dorothea Wierer und Camille Bened. Bei den Männern gesellten sich lediglich Martin Uldal und Emilien Jacquelin jeweils einmal zu den fünf Verfolgungssiegern aufs Podium.

Header iconOWG 2026 - Pursuit Preview

Nach dem Antholz-Anterselva Sprint

Fillon Maillet, der seinen goldenen Sprint perfekt getimt hat, darf sich gute Chancen ausrechnen, seinen Verfolgungstitel von Peking 2022 zu verteidigen. Er geht mit 13,7 Sekunden Vorsprung auf Vetle Sjaastad Christiansen, 15,9 auf Sturla Holm Laegreid, 16,1 auf Emilien Jacquelin und 25 Sekunden auf Sebastian Samuelsson in die Antholz 2026 Verfolgung. Johannes Dale-Skjevdal (43 Sekunden zurück), Martin Ponsiluoma (46,7 Sekunden zurück) und Eric Perrot (wenn auch mit deutlichen 1:02,1 Minuten Rückstand) wirken läuferisch stark genug, um einzugreifen. Botns Schießzeiten (66. im Einzel, 88. im Sprint) werden mit einem Rückstand von 58,2 Sekunden höchstwahrscheinlich nicht ausreichen. Giacomels drei Fehler und eine für seine Verhältnisse eher durchschnittliche Laufzeit – 43 Sekunden hinter der Bestzeit – lassen ebenfalls wenig Optimismus aufkommen.

Maren Kirkeeide, aktuelle U23-Weltcupführende, mobilisierte auf der Schlussrunde Kräfte, die wohl nur sie selbst kannte, und machte Michelons Vorsprung von 9,2 Sekunden wett, um mit 3,8 Sekunden Vorsprung Gold zu gewinnen. Die U23-Gesamtsiegerin der vergangenen Saison, Lou Jeanmonnot, startet 23,7 Sekunden hinter Kirkeeide, Milena Todorova mit 40 Sekunden Rückstand, Lisa Vittozzi mit 40,6, Suvi Minkkinen mit 49,6 und die amtierende Verfolgungs-Weltmeisterin mit einer Minute Rückstand. Angesichts von acht Weltcup-Siegen in der Verfolgung und konstanten Top-3-Laufzeiten bei diesen Olympischen Spielen gilt Jeanmonnot jedoch als klare Favoritin.

Olympia-Erfahrung

Elvira Öberg, Sebastian Samuelsson und Quentin Fillon Maillet durften sich schon Olympisches Edelmetall in der Verfolgung umhängen lassen. In Peking 2022 gewann Fillon Maillet Gold und Elvira Öberg Silber. Samuelsson sicherte sich bei den Spielen 2018 in PyeongChang die Silbermedaille.

Gut zu wissen

Ingrid Landmark Tandrevold erlebt eine Albtraumsaison am Schießstand, ihre Stehendgenauigkeit liegt bei unterdurchschnittlichen 64 %. Doch sollte sie plötzlich einen stabilen Tag mit dem Gewehr erwischen, ist sie dank ihrer außergewöhnlich starken Skilaufleistung wieder im Rennen.

Foto: IBU/Vianney Thibaut, Ola Wizor, Nordic Focus

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