Christiansens perfektes Stehendschießen bringt Norwegen Staffelsieg und kleine Kristallkugel

Der Norweger Vetle Sjaastad Christiansen setzte sich im Duell gegen den Franzosen Quentin Fillon Maillet beim letzten Stehendschießen in der Herrenstaffel über 4x7,5km an diesem Nachmittag durch. Christiansen blieb in Kontiolahti fehlerfrei, während Fillon Maillet zweimal nachladen musste, und sicherte seinem Team den Sieg in 1:13:30,7, obwohl die Norweger zu keiner Zeit im Rennen geführt hatten. Christiansen und seine Teamkollegen Johannes Dale-Skjevdal, Johan-Olav Smoredal Botn und Sturla Holm Laegreid brauchten insgesamt sieben Nachlader, um sich auch den Gesamtsieg in der Staffelwertung der Herren zu sichern – zum achten Mal in neun Jahren.

„Wichtig, die Franzosen heute zu schlagen“

Christiansen wollte unbedingt gewinnen, nachdem Norwegen in Milano/Cortina gegen Frankreich verloren hatte. Es war außerdem das letzte Rennen für Trainer Siegfried Mazet, der zum Saisonende seine Position in der norwegischen Mannschaft aufgibt. „Wir wünschten, wir wären auch die Könige der Olympiastaffel gewesen. Das war jetzte die Revenge und zwar in Sigis letzten Staffelrennen, bevor er Norwegen als Trainer verlässt. Es war also ziemlich wichtig, die Franzosen heute zu schlagen. Natürlich freut es mich nicht, wenn ein Konkurrent eine Scheibe verfehlt. Das ist Biathlon und so etwas passiert uns allen. Zum Glück bin ich beim letzten Schießen ruhig geblieben.“

„Ans Feiern denken“

Christiansen ist im Herzen ein Entertainer und denkt immer ans Feiern eines Podiumsplatzes. „Ich habe über die Feier auf der Schlussrunde nachgedacht, als ich hörte, das wir den Vorsprung auf Quentin ausbauen. Da kommt glatt 2018 zurück. Ich werde versuchen, dass wieder trendy zu machen!“

Frankreich belegte mit sechs Nachladern Platz zwei mit einem Abstand von 19,1 Sekunden. Der schwedische Schlussläufer Sebastian Samuelsson schaffte ein beeindruckendes Comeback für sein Team, welches nach einer Strafrunde in der ersten Runde auf dem letzten Platz gelegen hatte. Samuelssons sauberes Schießen brachte das Team von Rang acht auf Platz drei nach vorn. Die Schweden hatten eine Strafrunde, zehn Nachlader und lagen 41,1 Sekunden im Ziel zurück.

Platz vier ging an Finnland mit sechs Nachladern und einem Rückstand von 53,2 Sekunden. Es ist ihr bestes Weltcupstaffelergebnis seit 24 Jahren. Die USA belegten Platz fünf mit sieben Nachladern und einem Abstand von 1:23,1. Deutschland kam mit zwei Strafrunden, elf Nachladern und einem Rückstand von 1:43 auf Platz sechs.

Norwegen führt und fällt zurück

Norwegen führte nach einer starken Leistung von Dale-Skjevdal beim ersten Wechsel. Botn brauchte mehrere Nachlader, während Fabien Claude 10/10 abräumte und Emilien Jacquelin mit einem Vorsprung von 14 Sekunden ins Rennen schickte.

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Jacquelin reißt Lücke

Jacquelin gab Vollgas und setzte blitzschnell 10 Schüsse ins Schwarze. Laegreid musste auch mehrmals nachladen und fiel nach dem Stehendschießen 43 Sekunden zurück. Jacquelin gab Fillon Maillet beim letzten Wechsel 40 Sekunden Vorsprung auf Christiansen mit. Der Olympiasieger Fillon Maillet brauchte drei Nachlader im Liegendanschlag und büßte seinen großen Vorsprung ein, als Christiansen alle fünf Scheiben sofort abräumte und bis auf 6 Sekunden an den Franzosen heranrückte.

Christiansens perfektes Stehendschießen besiegelt den Sieg

Beim letzten Stehendschießen standen die beiden Rivalen direkt nebeneinander. Christiansen brauchte nur fünf Schuss; Fillon Maillet musste zweimal nachladen und fiel 10 Sekunden zurück. Samuelsson und Hiidensalo schossen Kopf-an-Kopf und kämpften um den letzten Podiumsplatz. Der Schwede flog am Finnen an der sogenannten Wand vorbei und sicherte Rang drei hinter Norwegen und Frankreich.

Fotos: IBU/Christian Manzoni, Yevenko, Nordic Focus

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