Staffelsieg für Norwegens Männer

Selbst eine Strafrunde von Schlussläufer Vetle Sjåstad Christiansen nach dem Liegendschießen konnte der norwegischen Männerstaffel nichts anhaben. In Östersund siegten die Skandinavier über 4x7,5 km in 1:11:10,1 Stunden. Das norwegische Quartett mit Isak Leknes Frey, Martin Uldal, Sturla Holm Lægreid und Christiansen übernahm nach dem ersten Stehendanschlag die Führung und leistete sich neben einer Strafrunde insgesamt zehn Nachlader.

Versöhnlich mit Strafrunde

Christiansen genoss es sehr, als Schlussläufer in die Weltcup-Staffel zurückzukehren, und zeigte sich nach seiner Strafrunde im letzten Liegendanschlag versöhnlich. „Es hat viel Spaß gemacht. Ich habe das Gefühl vermisst, mich mit Leuten wie Sebastian Samuelsson und Eric Perrot beim letzten Schießen und auf der Schlussrunde zu duellieren. Erst sah es so aus, als würde ich allein zum Schießstand kommen, doch dann drehte der Wind und die Karten wurden neu gemischt. Am Ende hatte ich Glück, dass ich liegend mit einer Strafrunde davongekommen bin. In der zweiten Runde habe ich ordentlich aufs Gaspedal gedrückt, um so Puffer für einen Fehlschuss rauszulaufen. Es war natürlich cool, bei der letzten Einlage alle Patronen eiskalt zu versenken.“

Neues Rennen nach Stehendanschlag

Zu seiner Gefühlslage beim Stehendschießen meinte Christiansen: „Ich habe mir gesagt, es ist ein neues Rennen, ein neues Schießen. Ich liege noch immer in Führung. Gegenüber Sebbe und Eric konnte ich mir einen Fehlschuss leisten. Das war in Ordnung. Ich habe mich gut gefühlt und die Atmung war okay, da ich eingangs des Schießstandes ziemlich ruhig war. Dann konnte ich eine nach der anderen Patrone abfeuern.“

Mit drei Strafrunden und elf Nachladern kam Frankreich 15,3 Sekunden hinter Norwegen als zweite Staffel ins Ziel. Gastgeber Schweden verzückte das voll besetzte Stadion mit Rang drei (+24,7 Sekunden bei drei Strafrunden und 14 Nachladern).

Deutschland kam mit neun Nachladern und 55,7 Sekunden Rückstand auf Rang vier. Zwei Strafrunden und 14 Nachlader bescherten den USA Rang fünf (+1:25 Minuten), gefolgt von Italien (+1:55,4 Minuten bei drei Strafrunden und zehn Nachladern) auf Platz sechs.

Windige Angelegenheit

Unter Flutlicht gingen bei der ersten Männerstaffel der Saison insgesamt 21 Teams an den Start. Erstmals seit Jahren stand dabei keiner der Bø-Brüder an der Linie. Nachdem er anfangs leichte Probleme mit dem tückischen Wind am Schießstand von Östersund hatte, übernahm der norwegische Startläufer Martin Uldal nach dem ersten Stehendanschlag die Führung und gab beim Wechsel dem zweiten Läufer Isak Frey 25 Sekunden Vorsprung vor Italiens Lukas Hofer mit auf den Weg. Nach schnellem, fehlerfreiem Liegendschießen baute Frey den Vorsprung auf 44 Sekunden aus. Ein ähnlich gutes Stehendschießen vergrößerte den norwegischen Vorsprung beim zweiten Wechsel auf 50 Sekunden gegenüber Italien und Frankreich.

Norwegens dritter Starter Lægreid musste liegend einmal nachladen, während Emilien Jacquelin tadellos blieb und den Rückstand um 9 Sekunden verkürzte. Stehend benötigte der Gesamtweltcup-Sieger des Vorwinters zwei Nachladepatronen, doch der Franzose musste einmal in die Runde abbiegen.

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Spannung nach norwegischer Strafrunde

Lægreid schickte Schlussläufer Christiansen 1:02 Minuten vor Eric Perrot auf die Strecke. Doch eine Strafrunde im liegenden Anschlag öffnete die Tür für die näherkommenden Rivalen und brachte neue Spannung in den Wettkampf. So verkürzte der makellose Sebastian Samuelsson die Lücke auf 12 Sekunden, während Perrot nur weitere 3 Sekunden dahinter zurück in die Loipe ging.

Doch Christiansen schlug mit einem perfekten Stehendschießen zurück. Perrot versenkte zwar ebenfalls alle fünf Patronen und ging 8 Sekunden hinter dem Norweger auf die Schlussrunde. Doch für eine Attacke sollte es nicht mehr reichen, sodass für Frankreich am Ende der zweite Platz vor Schweden heraussprang.

Fotos: IBU/Per Danielsson, Christian Manzoni, Nordic Focus

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