Norwegen dominiert Herrenstaffel in Hochfilzen

Vetle Sjaastad Christiansen war der Schlussläufer der norwegischen Staffel bestehend aus Sturla Holm Laegreid, Filip Fjeld Andersen und Johannes Thingnes Boe. Trotz einer Strafrunde im Stehendanschlag und heftigem Schneefall siegten die vier Norweger bei der Herrenstaffel über 4x7,5 km in 1:18:02,6. Die Norweger waren auch mit Strafrunde und sieben Nachladern bis auch eine kurze Unterbrechung kontinuierlich in Führung. JT Boe ließ die anderen 19 Teams auf seiner Runde hinter sich, als er feherfrei blieb und allen davolief. Schweden brauchte acht Nachladern und kam 20 Sekunden hinter Norwegen auf Platz zwei. Dank Benedikt Dolls fantastischer Schlussrunde belegte Deutschland mit einer Strafrunde und fünf Nachladern und einem Rückstand von 28,6 Sekunden Rang drei.

Christiansens „schlechter Rhythmus“

Christiansen sagte ehrlich, dass sein Stehendschießen weit entfernt von einer guten Leistung war. „Für mich war das heute das Schlimmste. Je länger es dauert, desto mehr Zeit hat man, es zu versauen! Ich habe versucht, die gesamte Runde über positiv zu denken. Ich habe die Lücke gehalten. Sie ist sogar immer größer geworden. Ich habe mich beim Stehendschießen gut gefühlt. Es war nicht zu schnell, aber ich begann mit einem schlechten Rhythmus. Ich habe die ersten beiden getroffen. Aber der Rhythmus war die gesamte Serie über schlecht. Ich bin noch nicht in Stimmung, mich damit auseinander zu setzen, aber die Zeit wird kommen.“

Frankreich kam mit neun Nachladern und einem Rückstand von 51,5 Sekunden auf Rang vier. Platz fünf ging an Finnland mit neun Nachladern, während die Heimmannschaft aus Österreich trotz dem besten Schießergebnis des Tages mit nur vier Nachladern Rang sechs belegte, 2:28,6 zurück.

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Schneestaffel

Als die Herren starteten, fielen die Temperaturen und heftiger Schneefall setzte ein. Auf dem Schießstand wehte eine steife Brise und verwandelte die Herrenstaffel in eine Herausforderung. Laegreid gab den Takt in der ersten Runde vor. Er blieb beim ersten Liegendschießen des Tages fehlerfrei und verließ als Erster das Stadion. Fünf Teams folgten ihm innerhalb von 11 Sekunden. Laegreid kam mit 15 Sekunden Vorsprung zum Stehendschießen und brauchte alle drei Nachladern, um die Scheiben zu treffen. Justus Strelow brachte Deutschland auf Rang zwei. Hinter ihm folgten dicht neun weitere Teams. Er sagte: „Ich hatte einige Probleme mit meinem Stock und habe einige Zeit und Kraft eingebüßt. Auf der Strecke war es schwierig, aber am Schießstand lief es gut und ich habe den Schaden gering gehalten.“

Andersens „erster Mal allein, aber es lief gut“

Laegreid übergab zehn Sekunden vor Martin Ponsiluoma an Andersen. Simon Eder war ihnen dicht auf den Fersen. Frankreich und Deutschland hatten einen Abstand von 19 bzw. 25 Sekunden. Andersen und Eder blieben liegend fehlerfrei und gingen zusammen auf die nächste Runde. Fabien Claude zog nach und brachte Frankreich auf Platz drei. Andersen musste stehend einmal nachladen, während der Italiener Tomaso Giacomel fehlerfrei schoss und beim zweiten Wechsel seinen Teamkollegen einen kleinen Vorsprung mitgab. Dahinter lag Peppe Femling. JT war nur Sekunden zurück und Jacquelin jagte die ersten drei von Position vier aus.

Andersen sagte: „Es war wirklich schwer, aber dank all der Fans war es auch sehr cool. Es war meine erste Staffel mit derart vielen Fans an der Strecke. Zum ersten Mal war ich alleine in Führung, aber ich denke, es lief gut.“

JT: „Hätte nicht besser laufen können“

JT hatte die völlige Kontrolle vor dem Liegendschießen, bei dem er leicht alle Scheiben abräumte. Jacquelin schoss besonnen, blieb fehlerfrei und sicherte sich Platz zwei, 13 Sekunden zurück. Die norwegische Führung betrug 37 Sekunden vor Jacquelin und Nelin nach weiteren fünf perfekten Stehendschüssen.

JT war zufrieden mit seiner Leistung. „Heute war ein perfektes Rennen. Ich habe von Anfang an attackiert, eine Lücke gerissen und bin fehlerfrei geblieben. Besser hätte es nicht laufen können. Wir haben ein tolles Team und haben wieder eine starke Leistung gezeigt. Mehr geht nicht. Wir kämpfen füreinander und versuchen, einen Unterschied zu machen. Wenn 3 von 4 Läufern super abliefern, können wir uns auch einen Patzer leisten und immer noch gewinnen – wie heute.“

Der gestrige Sprintsieger zog davon, ließ alle hinter sich Schnee schlucken und übergab an Christiansen mit einem Vorsprung von 1:06 vor Quentin Fillon Maillet und Sebastian Samuelsson. Der Liegendanschlag war kein Problem für den Führenden. Er baute die Führung auf 1:14 vor Samuelsson aus. Fillon Maillet musste nachladen. So schob sich Doll auf Platz drei, neun Sekunden vor dem Franzosen.

Christiansens Strafrunde

Christiansen machte es spannend, als er stehend alle drei Nachlader brauchte und sogar in die Strafrunde musste. Doch er war weg, bevor Samuelsson einen Schuss abgeben konnte. Der Schwede blieb fehlerfrei und sicherte Platz zwei ab, während Doll einmal nachladen musste. Doch er blieb vor Fillon Maillet und holte seinem Team einen Podiumsplatz.

Ponsiluoma sagte über den zweiten Platz der Schweden: „Das war eine tolle Erfahrung. Wir waren sehr motiviert, heute ein gutes Rennen abzuliefern. Letzte Woche war schrecklich (Rang 10), also wollten wir es heute wiedergutmachen. Läuferisch lief es bei mir sehr gut. Es waren ein paar Nachlader zu viel, aber ich bin zufrieden. Es war ein gutes Rennen. Ich habe fast als Erster an Peppe (Femling) übergeben.“ Femling fügte hinzu: „Es war eine sehr gute Teamleistung.“

Fotos: IBU/Christian Manzoni, Jasmine Walter

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