Lisa Theresa Hauser gewinnt Verfolger von Östersund auf der letzten Runde
Die Österreicherin Lisa Theresa Hauser erhöhte im letzten Stehendschießen auf 20 Treffer, während die Führende Suvi Minkkinen im gelben Trikot in die Strafrunde abbiegen musste. Mit 12 Sekunden Rückstand auf die Finnin machte sich Hauser auf die Jagd, holte auf den letzten 2 km entschlossen auf und überholte Minkkinen wenige hundert Meter vor dem Ziel, um sich den Sieg in 30:14,5 Minuten zu sichern. Für Hauser war es der erste Sieg seit dem Massenstart von Annecy Le Grand Bornand vor fast drei Jahren.
„Verfolgungssieg ... ein großes Karriereziel“
Die 32-jährige Hause erklärte ergriffen, was ihr dieser Sieg bedeutet. „Die letzten Jahren waren ziemlich schwierig für mich. Ich hatte schon alle Disziplinen gewonnen, nur noch keinen Verfolger, deswegen war ein Verfolgungssieg noch ein großes Karriereziel für mich. Heute hat es geklappt. Mit der Null war es für mich ein fast perfektes Rennen. Ich bin so froh, ich kann es wirklich noch gar nicht glauben!“
„Versucht, die schwarzen Scheiben auf Weiß zu drehen ... hat geklappt“
Sie wusste, dass Minkkinen einmal verschossen hatte. „Ich habe es von den Zuschauern gehört, aber ich habe versucht, bei mir zu bleiben. Ich habe nicht auf ihre Scheiben geschaut, nur das Publikum gehört. Ich habe einfach versucht, mich zu konzentrieren und alle schwarzen Scheiben auf Weiß zu drehen. Das hat heute geklappt, das ist also echt cool!“
Letzte Runde „der Wahnsinn“
Die letzte Runde war „der Wahnsinn. Erst habe ich nicht geglaubt, dass ich sie einholen kann. Dann bin ich immer näher gekommen und der Abstand wurde kürzer. Ich habe versucht, bis zum Ende dranzubleiben. Ich wusste wirklich nicht, ob ich es auf den Zielsprint ankommen lassen soll, aber dann habe ich es schon am Wasserturm geschafft. Ich bin einfach überglücklich und konnte den Zieleinlauf genießen.“
Die Finnin Minkkinen bleibt mit einem zweiten Platz, einer Strafrunde und 2,5 Sekunden Rückstand im gelben Trikot. Die Schwedin Anna Magnusson, die im Sprint am Freitag Zweite wurde, schaffte es heute mit einem Fehler und 31,8 Sekunden Rückstand auf Platz drei.
Vierte wurde die Französin Camille Bened mit fehlerfreiem Schießen und 38,7 Sekunden Rückstand. Platz fünf ging an die Norwegerin Maren Kirkeeide mit einem Fehler und 1 Minute Rückstand. Den sechsten Platz holte die Tschechin Lucie Charvatova mit zwei Fehlern, für sie das beste Resultat seit Bronze im Sprint bei den IBU Weltmeisterschaften 2020 in Antholz.
Nebel, Schnee und perfektes Liegendschießen
Der erste Verfolger der Saison ging bei leichtem Schneefall und Nebel an den Start. Minkkinen kam mühelos durch beide Liegendschießen, Hauser und Hanna Öberg auf Rang zwei und drei ebenfalls. Magnusson und Charvatova zogen nach.
Das erste Stehendschießen war eine Wiederholung der Liegendschießen: fünf Schuss, fünf Treffer für Minkkinen und Hauser, Hanna musste in die Strafrunde. Magnusson rückte vor auf Rang drei mit 48 Sekunden Rückstand, hinter ihr Bened.
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Hauser vorbei an Minkkinen
Die Führende ließ im letzten Stehendschießen ihre letzte Scheibe stehen. Bei 12 Sekunden Vorsprung auf Hauser mit 20 Treffern schien es keinen Unterschied zu machen. Hauser jedoch machte sich auf die Jagd, holte auf und zog am Arctura an ihr vorbei zum Sieg mit 2,5 Sekunden Vorsprung. Magnusson traf ebenfalls ihre letzten fünf Scheiben und sicherte sich den dritten Platz.
Fotos: IBU/Per Danielsson, Christian Manzoni, Nordic Focus