Vom Junior Cup zu den Olympischen Spielen: Manca Caserman erfüllt sich ihren Kindheitstraum
Mit nur 19 Jahren wird Manca Caserman Slowenien bei den Olympischen Winterspielen in Milano-Cortina im Biathlon vertreten. Sie war eine der erfolgreichsten Athletinnen bei den IBU Junior Offenen Europameisterschaften in Imatra. Jetzt darf sie auf die große Bühne.
Doch bevor sie nach Italien aufbricht, hat Manca unsere Fragen beantwortet.
Biathlonworld: Goldmedaille im Sprint, Silber in der Mixed-Staffel. Manca, wie zufrieden bist du mit den Wettkämpfen bei den Junioren-Europameisterschaften in Imatra?
Manca Caserman: Ich freue mich sehr über die Medaillen und bin sehr zufrieden, dass ich mein Schießen stabilisieren konnte. Auch meine Ski-Zeit war gut. Dennoch sehe ich noch Dinge, die ich verbessern kann.
BW: Wie war die Saison bisher für dich?
MC: Mit meinen Rennen im IBU Junior Cup im Dezember war ich nicht zufrieden. Ich habe einfach zu viele Schießfehler gemacht. Es war gut für mich, dass über Weihnachten eine Wettkampfpause war. Im Januar bin ich stärker zurückgekommen und konnte zum ersten Mal beim Weltcup in Oberhof antreten. Das war ein besonderer Moment. Beim Junior Cup in Madona konnte ich meine Leistung verbessern und habe es zweimal aufs Podest geschafft.
BW: Hättest du dir vor Beginn der Saison vorstellen können, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen?
MC: Auf keinen Fall. Das war eine große Überraschung für mich, aber ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe. Es war alles sehr aufregend. Plötzlich stand ich neben den Biathleten, die ich früher bewundert hatte, als ich Biathlon im Fernsehen sah. Gleichzeitig waren die großen Menschenmengen und Kameras neu für mich und die Rennen waren anstrengend. Aber ich habe viel gelernt.
BW: Mit nur 19 Jahren hast du dich für die Olympischen Winterspiele in Milano-Cortina qualifiziert. Geht damit für dich ein Kindheitstraum in Erfüllung?
MC: Ja, wie für viele andere Sportler sind auch für mich die Olympischen Spiele das Größte. Ich hoffe, dass ich gut in Form bin und die Rennen dort genießen kann. Ich spüre keinen Leistungsdruck. Ich werde die nächsten Tage nutzen, um mich zu erholen, und dann mit der Vorbereitung auf die Spiele beginnen.
BW: Was machst du an einem Tag ohne Biathlon?
MC: Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden und meinem Hund.
Biathlon-Fans sollten sich den Namen Manca Caserman merken. Es ist gut möglich, dass sie in den kommenden Jahren öfter auf der großen Bühne zu sehen sein wird.
Fotos: IBU I Koksarov, Authamayou