Dramatischer zweiter Tag bei Sprint-Verfolgern in Canmore
Sprint-Verfolger enttäuschen nie. Dieses einzigartige Wettkampfformat, eine Spezialität des IBU Para-Biathlon Weltcup, prägte den zweiten actiongeladenen Tag in Canmore. Für die USA gab es einen Doppelsieg in der Sitzende Klasse, Kanada konnte an den Erfolg in der Stehenden Klasse anschließen. Bei den Rennen der Kategorie Sehbeeinträchtigt gingen die Top-Platzierungen nach Europa.
The weather on day two proved slightly more favorable than during the opener. Although the intense frost had eased, gusty winds periodically disrupted shooting conditions, contributing to a lower-than-usual hit percentage across the field. Despite the tricky conditions, Aaron Pike shot flawlessly to win the men’s sitting qualification. He started the pursuit 9 seconds ahead of Derek Zaplotinsky. After the first shooting bout, the gap remained steady, but three penalties for the Canadian eventually dropped him to sixth place. Pike secured the win, 38 seconds clear of compatriot Joshua Sweeney, who celebrated the first podium of his career. Third place, just as two days earlier, went to Ukraine’s Taras Rad.
"Josh and I set ourselves up pretty well in the first part of the competition. There were a lot of misses out there, and the wind kept picking up throughout the day. Josh was able to shoot clean, and I still missed one on my final shooting. It was pretty sweet to see him cross the line in second - I didn't expect that," Pike said. "With one race to go, I'm feeling pretty good, but also pretty tired. We've had three cross-country races and now three biathlon races. Hopefully, everyone else is feeling a little tired, too, and maybe I can have another good race tomorrow."
Im Verfolger der Frauen Sitzend ging es ebenso spannend zu. Anja Wicker ging mit einem komfortablen Vorsprung aus dem Sprint ins Rennen, verbaute sich aber mit vier Fehlern jede Chance aufs Podest. Der Sieg ging an die unbeirrbare Kendall Gretsch. Die Amerikanerin hat seit dem Beginn des letzten Winters erst einmal verloren und ist offensichtlich fest entschlossen, diese Serie nicht abreißen zu lassen. Sie kam mit 28 Sekunden Vorsprung auf die 19-jährige Yunji Kim aus Südkorea ins Ziel. Oksana Masters verbesserte sich von sechs auf drei und absolvierte das erste fehlerfreie letzte Schießen seit ihrer Verletzungspause.
Mark Arendz, der Gesamtweltcup-Führende bei den Männern Stehend, zeigte sich weiter in enorm guter Frühform. Trotz drei Fehlern im der Qualifikation setzte er sich im Finale wieder klar durch und dominierte seine heimischen Strecken. Der Ukrainer Serhii Romaniuk scheint momentan sein größter Rivale zu sein; er kam mit 45 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel. Benjamin Daviet und Mannschaftskamerad Karl Tabouret duellierten sich um Platz drei, bis der französische paralympische Champion sich durchsetzte und den letzten Podestplatz belegte – eine Kopie der Ergebnisse vom Donnerstag.
Bei den Frauen Stehend war das Finale nervenaufreibend. Liudmyla Liashenko ging mit 25 Sekunden Vorsprung auf Nathalie Wilkie ins Rennen, patzte aber im ersten Schießen einmal, sodass die Kanadierin die Führung übernehmen konnte. Wilkie patzte dann aber im zweiten Schießen, sodass Liashenko wieder vorn war. Auf der letzten Runde konnte die Lokalmatadorin sich über das Lauftempo wieder durchsetzen und holte den Sieg mit 15 Sekunden Vorsprung. Platz drei ging an die hochdekorierte Oleksandra Kononova.
Carina Edlinger hätte sich fast ihren ersten Sieg unter neuer Flagge sichern können. Die tschechische Athletin konnte aber aus den Schießfehlern von Leonie Walter beim zweiten kein Kapital schlagen. Auch Edlinger lief eine Strafrunde und ermöglichte der Deutschen den zweiten Sieg in Folge. Johanna Recktenwald komplettierte das Podest. Bei den Männern Sehbehindert endete der Verfolger mit den gleichen Platzierungen, wie er begonnen hatte. Oleksander Kazik sicherte sich den ersten Saisonsieg eine halbe Minute vor dem Franzosen Anthony Chalencon und deutlich vor Lennart Mattis Volkert, der es zum ersten Mal aufs Podest schaffte.
Para Biathlon World Cup Canmore - Day 2
Den Abschluss machen am Sonntag in Canmore die Einzelrennen. Für die Para-Biathletinnen und Biathleten geht es dann bis Januar in die Wettkampfpause.
Photos: Doyle | IBU