Hannah Oebergs starke Schlussrunde sichert Sprintsieg in Annecy Le Grand Bornand

Hannah Oeberg schoss 10/10 und ging mit einem Rückstand von 3,9 Sekunden auf die Lokalmatadorin Lou Jeanmonnot auf die Schlussrunde. Die Schwedin flog über den Schnee, übertrumpfte die Zeit ihrer französischen Konkurrentin und siegte in 19:24,9 im Sprint der Damen über 7,5 km an diesem Nachmittag in Annecy Le Grand Bornand. Hannahs Sieg ist ihr erster Triumph seit ihrem Massenstartsieg in Oslo im März 2023. Es ist außerdem ihr erster Sprintsieg seit über drei Jahren.

„Bessere Biathletin als in den letzten Jahren“

Hannah gab zu, dass sie sehr emotional reagierte, als ihr endlich ein komplettes Rennen gelungen war. „Es ist ein tolles Gefühl. Ich war etwas emotional im Ziel. Ich fühle mich, als wäre ich eine bessere Biathletin als in den letzten Jahren. In den vergangenen Rennen habe ich es nicht geschafft, alles zusammen zu bringen. Doch jetzt steht alles auf Null. Die Verfolgung in Östersund war sehr gut, aber ich lag zwei Minuten zurück. Daher bedeutet mir der Sieg heute sehr viel. Auch wenn man eine Verbesserung merkt, kann man es erst mit Sicherheit sagen, wenn man es in einem echten Rennen bewiesen hat. Und es bedeutet mir viel, dass ich das heute geschafft habe."

„Glücklich über Platz eins vor meinem Namen“

Ihre Schlussrunde machte das französische Publikum sprachlos. Die Fans hatten bereits Jeanmonnot ganz oben gesehen. „Die letzte Runde war ein harter Kampf. Ich kannte alle Zeiten und dachte, dass ich nicht zu ihr aufschließen kann. Erst ganz am Ende habe ich einige Sekunden gut gemacht. Ich war so glücklich, Platz eins im Ziel vor meinem Namen stehen zu sehen. Vielleicht sollte ich mich entschuldigen, dass ich den Franzosen ihre Party vermasselt habe. Wenn es eine Reaktion aus dem französischen Publikum gab, dann war es übermäßige Stille!“

Jeanmonnot blieb fehlerfrei und belegte 3,3 Sekunden hinter der Siegerin Rang zwei. Die Italienerin Dorothea Wierer schoss ebenfalls perfekt und sicherte sich mit einem Rückstand von 11,4 Sekunden Platz drei.

Alle Damen in der Top 6 zeigten saubere Schießdurchgänge. Wierers Teamkollegin Vittozzi belegte Rang vier mit einem Abstand von 14,9 Sekunden. Platz fünf ging an die Slowakin Paulina Batovska-Fialkova. Sie lag 16,2 Sekunden zurück. Die Finnin Suvi Minkkinen wurde Sechste mit einem Rückstand von 27 Sekunden.

Die Trägerin des Gelben Trikots, Anna Magnusson, schoss zwei Fehler und landete 1:23,4 hinter der Siegerin auf Rang 38. Trotz allem verteidigte sie ihre Führung in der Gesamtwertung mit 318 Punkten gegen Jeanmonnot mit 317 Punkten.

Lou und Hannah

Die Damen liefen an diesem Nachmittag bei ihrem ersten Rennen in Frankreich bei warmen 6 Grad. Liegend traf Jeanmonnot und ging in Führung. Hannah toppte die Französin um 1,7 Sekunden. Wierer zog nach, lag aber 5,4 Sekunden zurück.

Jeanmonnot hofft auf den Sieg, räumte stehend alle Scheiben ab und zog dem Feld um 9 Sekunden davon. Hannah traf ebenfalls, war aber 3,9 Sekunden langsamer. Wierer lag hinter ihr.

Header icon2025/26 BMW IBU World Cup 3 Annecy Le Grand Bornand Women's 7.5 km Sprint

Kraftvolle letzte Runde

Jeanmonnot baute ihren Vorsprung auf der Schlussrunde aus und sah bereits wie die Siegerin aus. Doch Hannah flog über den Schnee und überquerte die Ziellinie drei Sekunden schneller als die Französin. Das war der Sieg. Wierer sicherte sich Rang drei.

Fotos: IBU/Mobuchon, Manzoni, Nordic Focus

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