Französische Frauenstaffel feiert Sieg in Östersund

Bei der Staffel über 4x6 km startete Lou Jeanmonnot im letzten Stehendanschlag zwar gleich mit einem Fehlschuss, räumte dann aber alle fünf Scheiben mit einem Nachlader ab und bescherte den französischen Frauen bei der Saisoneröffnung in Östersund in 1:11:17,9 Stunden den Sieg. Das Siegerquartett aus Jeanmonnot, Jeanne Richard, Oceane Michelon und Justine Braisaz-Bouchet benötigte am Ende eines windigen Nachmittags nur acht Nachladepatronen.

Sieg fürs Selbstvertrauen

In ihrer Freude über den Erfolg bestätigte Jeanmonnot, dass ihre Sommervorbereitung gut verlief: „Der Auftakt in die neue Saison ist immer etwas schwierig, da du nie richtig weißt, wo du stehst. Letztlich zeigt sich erst im Wettkampf, ob deine Vorbereitung gut war. Mit dem heutigen Erfolg sind wir schlauer. Der Sieg wird uns jede Menge Selbstvertrauen geben.“

Hoher Druck

Am Schießstand verspürte die französische Schlussläuferin viel Druck: „Mein Liegendanschlag war in den letzten Monaten nicht so gut. Das hat mich vor dem Rennen noch beschäftigt. Umso mehr freue ich mich, dass ich fehlerfrei geblieben bin. Meine Stehendserie begann mit dem Fehlschuss natürlich alles andere als optimal. Doch ich bin ruhig geblieben, das war das Wichtigste.“

Den zweiten Platz sicherten sich heute die Italienerinnen, die neunmal nachladen und einmal in die Strafrunde mussten (+13,8 Sekunden). Auf dem dritten Platz kam die tschechische Staffel ins Ziel, die wie Frankreich acht Zusatzpatronen benötigte. Schlussläuferin Markéta Davidová feierte damit ein erfolgreiches Wettkampf-Comeback.

Nachdem die Schwedinnen vor heimischem Publikum zwischenzeitlich auf Rang 18 zurückgefallen waren, kämpften sie sich dank einer starken Vorstellung von Schlussläuferin Hanna Öberg noch auf den vierten Platz nach vorn. Nach zwei Strafrunden und zehn Nachladern betrug der Rückstand im Ziel 45,5 Sekunden. Österreich erkämpfte sich nach sechs Nachladern und einer Strafrunde den fünften Platz (1:31,8 Minuten zurück). Mit nur einem Nachlader und damit der besten Schießleistung des Tages landete Finnland auf dem sechsten Platz (2:09,2 Minuten Rückstand).

Eröffnung erstmals mit Frauenstaffel

Zum Auftakt der Saison 2025/26 im BMW IBU-Weltcup gingen 21 Teams an den Start. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde die neue Saison mit einer Frauenstaffel eingeläutet. Während die Mittagssonne teilweise durch die Wolken hindurchblinzelte, sortierte sich das Feld im ersten Durchlauf erst einmal. Nach einem Nachlader liegend zeigte Dorothea Wierer im Stehendanschlag eine wahre Schnellfeuereinlage und übergab schließlich mit knapp 12 Sekunden Vorsprung vor der Schweiz an ihre Teamkollegin Michaela Carrara. Im zweiten Durchgang hatten nahezu alle Läuferinnen mit dem Wind zu kämpfen und mussten nachladen, wobei Tschechien beim nächsten Wechsel 2 Sekunden vor Österreich an der Spitze lag, während die favorisierten Staffeln aus Frankreich und Deutschland 4 bzw. 6 Sekunden dahinter waren.

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Österreichs dritte Läuferin Anna Gandler übernahm durch ein schnelles, sauberes Liegendschießen die Führung. Lisa Vittozzi traf ebenfalls alle fünf Scheiben auf Anhieb und schob sich 13 Sekunden dahinter auf Position zwei, nachdem sie beim Wechsel noch auf dem sechsten Platz lag. Dahinter folgten Tschechien sowie Frankreich mit Justine Braisaz-Bouchet. Die Französin traf stehend alle fünf Scheiben, während ihre Kontrahentinnen allesamt nachladen mussten.

Drei Staffelsiege in Folge

Braisaz-Bouchet übergab hauchdünn vor Italien an Schlussläuferin Jeanmonnot, dahinter folgten die Österreicherinnen (+2,4 Sekunden). Liegend räumte Jeanmonnot alle Scheiben ab und baute den Vorsprung auf 24 bzw. 34 Sekunden gegenüber Italien und Tschechien aus. Trotz ihres Nachladers im letzten Stehendanschlag brachte die Französin den Sieg mit einer überlegten Vorstellung nach Hause. Dahinter erkämpfte Hanna Auchentaller den zweiten Platz für Italien, Davidová holte Platz drei für Tschechien.

Mit dem heutigen Erfolg feierte die französische Frauenstaffel ihren dritten Sieg in Serie, nachdem sie im letzten Winter bei den IBU-Weltmeisterschaften in Lenzerheide und dem Weltcup in Nové Město na Moravě erfolgreich gewesen war.

Fotos: IBU/Per Danielsson, Christian Manzoni, Nordic Focus

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