Perrots perfekte Leistung sichert französischen Sieg in Ruhpoldinger Herrenstaffel

Nach dem ersten Läufer der heutigen Herrenstaffel über 4x7,5 km in Ruhpolding lag Frankreich noch auf Platz 16, kämpfte sich aber allmählich wieder an die Spitze vor. Ein starker Auftritt des dritten Läufers Quentin Fillon Maillet brachte sie in Schlagdistanz, und ein brillanter, fehlerfreier Abschluss von Eric Perrot sicherte ihnen den Sieg in 1:08:58,1. Perrot, Fillon Maillet, Oscar Lombardot und Fabien Claude konnten trotz einer Strafrunde und vier Nachladern ihren ersten Staffelsieg der Saison feiern.

„Nicht, was ich geleistet habe, sondern was wir gemeinsam erreicht haben.“

Perrot war zum ersten Mal in seiner Karriere Schlussläufer und lobte seine Teamkollegen für den Erfolg. „Es ist so wichtig, mit dem Team zu gewinnen. Meine Teamkollegen haben einen super Job gemacht und mir eine gute Ausgangsposition verschafft. Ich fand das letzte Schießen richtig toll. Ich habe den Wettkampf genossen. Und in der letzten Runde wusste ich, dass ich alles hatte, was ich brauchte, um vorne zu bleiben. Natürlich wusste ich, dass die Jungs mich einholen wollten. Ich bin wirklich froh, dass ich es geschafft habe, vor allem für das Team. Es geht nicht darum, was ich heute geleistet habe, sondern darum, was wir gemeinsam erreicht haben.“

„Zuversichtlich, was das Schießen anging“

Bezüglich seines extrem schnellen Schießens, insbesondere stehend, gab er zu, dass Geschwindigkeit nicht sein Hauptziel war. „Ich war sehr zuversichtlich, was mein Schießen anging. Man kann nie sicher sein, jedes Ziel zu treffen, aber darauf habe ich mich konzentriert. Schnell zu schießen war eine Folgeerscheinung, nicht der Sinn der Sache. Ich bin froh, dass ich beides erreicht habe!“

Die Norweger belegen mit sieben Nachladern den zweiten Platz, nachdem sie sich in der Schlussrunde ein packendes Duell mit den drittplatzierten Deutschen geliefert hatten. Norwegen lag mit sieben Nachladern 6,2 Sekunden zurück, während Deutschland mit fünf Nachladern 7,9 Sekunden Rückstand hatte.

Schweden kam mit sieben Nachladern und einem Abstand von 24 Sekunden auf Rang vier. Estland wurde mit vier Nachladern Fünfter und erzielte damit sein bestes Staffelergebnis seit 23 Jahren – seit Oberhof 2003. Tschechien belegte mit zwölf Nachladern Rang sechs und lag im Ziel 1:02,9 Minuten hinter den Siegern.

Acht Führungswechsel

Wie schon die hart umkämpfte Frauenstaffel war auch dieses Rennen voller Spannung. Acht verschiedene Nationen lieferten sich bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen und kämpften um die Führung. Siebzehn Teams absolvierten das erste Liegendschießen innerhalb von zehn Sekunden. Johannes Dale-Skjevdals zwei Fehler warfen Norwegen 25 Sekunden zurück, während Claudes Stehendfehler Frankreich einen Rückstand von 39 Sekunden einbrachte.

Italiens Lukas Hofer führte beim ersten Wechsel; Dale-Skjevdal holte auf, Sturla Holm Laegreid wechselte 5,9 Sekunden später. Frankreich lag auf Platz 16. Norwegen und Deutschland dominierten die zweite Runde. Estland mischte ebenfalls mit. Lombardots 10/10 brachte Frankreich bis zum Wechsel auf Fillon Maillet auf Platz 12 nach vorn.

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Perrot kontrolliert Schlussrunde

Martin Ponsiluomas sauberes und schnelles Stehendschießen sowie seine Laufstärke brachten Schweden in der dritten Runde an die Spitze. Fillon Maillets leistete sich nur einen Fehler und kämpfte sich ebenfalls weiter vor.

Ponsiluoma verschaffte Samuelsson einen Vorsprung von 5 Sekunden auf das Feld. Perrot lag 7,6 Sekunden zurück, blieb aber sowohl liegend als auch stehend fehlerfrei und hatte am Ende 7,8 Sekunden Vorsprung. Damit war ihm der Sieg sicher. Christiansen erkämpfte Platz zwei. Deutschland sicherte sich Rang drei.

Fotos: IBU/ Harald Deubert, Yevenko, Nordic Focus

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