Fünf brennende Fragen an Jan Gunka

Jan Gunka aus Polen schaffte mit Platz 13 im vergangenen Monat in der Verfolgung in Annecy Le Grand Bornand Karrierebestleistung und qualifizierte sich damit für seinen ersten Weltcup-Massenstart. Und auch im Jahr 2026 ist der 24-jährige noch voll in Fahrt. Nach einem Fehlschuss im Sprint von Oberhof kämpfte er sich in der Verfolgung von Rang 31 auf Platz 15 nach vorn. Er schoss zwei Fehler, schaffte die schnellste Schießzeit des Feldes und lief die viertschnellste Zeit in der Verfolgung.

Gunka gewann bereits drei Medaillen bei der IBU Juniorenweltmeisterschaft und gehörte zum jungen, talentierten polnischen Team, das in der Herrenstaffel am Sonntag Rang 10 belegte – ihr bestes Ergebnis seit Jahren. Gunka ist unter Trainer Uros Velepec selbstbewusster und leistungsstärker geworden und belegt momentan Rang 29 in der Weltcupgesamtwertung, was eine enorme Verbesserung zu den Plätzen 57 und 87 aus den zwei vorhergehenden Saisons darstellt.

Vor kurzem beantwortete er uns fünf brennende Fragen über seine guten Ergebnisse und darüber, wie seine Sportlerkarriere aussehen würde, wenn er kein Biathlet geworden wäre.

Biathlonworld: Nach zwei 29. Plätzen in der letzten Saison haben sie in diesem Jahr bereits vier bessere Resultate erreicht und sich für Ihren ersten Weltcupmassenstart qualifiziert. Wie fühlt sich das an?

Jan Gunka: Es ist ein fantastisches Gefühl. Ich freue mich sehr über meine neuen Bestleistungen, denn sie zeigen meine Fortschritte. Ich habe den Massenstart als Belohnung angesehen und viel Spaß gehabt.

BW: Wie viel Spaß hatten Sie, als sie in der Verfolgung in Annecy Le Grand Bornand von Platz 31 auf Rang 13 geklettert und noch vor dem Doppelolympiasieger Quentin Fillon Maillet ins Ziel gekommen sind?

JG: Sehr viel Spaß. Es ist toll, wenn man sich auf der Strecke gut fühlt, sicher schießt und immer weiter nach vorn kommt. Das war ein super Tag!

BW: Hat die verrückte Lautstärke der französischen Fans Ihnen einen extra Adrenalinstoß und mehr Motivation gegeben?

JG: Natürlich ist es wunderbar, vor so vielen Fans zu laufen und dabei nicht seine eigenen Gedanken hören zu können. Wenn man sie sieht, weiß man wieder, warum man diesen Sport so sehr liebt.

BW: Was war die wichtigste Lektion, die Sie von Uros gelernt haben?

JG: Diesen Sport mit Leidenschaft auszuüben und Spaß zu haben.

BW: Was steht nach dem starken Saisonstart auf Ihrem Plan? Top 10, Blumenzeremonie, vielleicht ein fehlerfreies Schießergebnis bei einem Rennen mit vier Schießeinlagen – oder sogar alles zusammen?

JG: Natürlich würde ich gern all das erreichen, aber das Wichtigste ist, dass ich weiterhin sichtbar Fortschritte mache.

Biathlonworld Bonus: Wenn Sie sich einen anderen Sport aussuchen könnten, welcher wäre es und warum?

JG: Eine Sommersportart, vielleicht Tennis. Ich mag es zu sehen, wie hart die Kämpfe dort werden können, also würde ich es gern einmal selbst erleben. Das muss wirklich cool sein!

Gunka hat in dieser Saison einen riesigen Schritt nach vorn gemacht und ist auf dem Weg zu seinem ersten Top-10-Ergebnis. Vielleicht warten in den kommenden Saisons sogar noch größere Ding auf ihn.

Fotos: IBU/Heilwagen, Nordic Focus

Teile die News!

Header iconAbonniere unseren Newsletter