Party, Windeln und Urlaub: Wie Biathleten die Sommerpause verbringen

Die letzten Massenstarts in Oslo fühlen immer so an wie der letzte Schultag. Manche sind noch hochkonzentriert bei der Sache oder hoffen auf ein „Wunder“ für einen gutes Saisonende, andere sind schon in Ferienstimmung, feuern ihre Freunde von der Strecke aus an und freuen sich auf die wohlverdiente Pause. Aber nicht alle Biathleten packen gleich die Badehose ein. Viele holen zuhause Zeit mit ihren Lieben nach und kümmern sich endlich um all die Dinge, die während der Saison liegengeblieben sind.

Erst die Party

Es ist wohl das am schlechtesten gehütete Geheimnis aller Zeiten, dass die Biathletinnen und Biathleten am letzten Abend der Saison eine wohlverdiente Party feiern. Als man Ingrid Landmark Tandrevold dazu fragt, brüllt Mannschaftskameradin Juni Arnekleiv hilfreich „Party“ durch das ganze Stadion, und alle brechen in Lachen aus.

Die Italienerin Hannah Auchentaller macht keinen Hehl daraus: „Erst die Party, dann genieße ich den Frühling mit meinen Freunden und fahre nach Paris.“ Auch Eric Perrot und Joscha Burkhalter sind sich einig, dass die erste Mission nach dem Massenstart-Zieleinlauf ein Bier mit der Mannschaft und den Wachsern ist.

Familie hat Vorrang

Nach einem langen Winter mit nur wenigen Tagen zuhause, an denen der gepackte Koffer immer schon an der Tür steht und man ständig aufpassen muss, dass man nicht krank wird, steht für viele nach Saisonende die Familie an erster Stelle.

„Ich werde mich um meine Tochter kümmern, das ist der beste Plan“, gesteht Justine Braisaz-Bouchet, und der frischgebackene Vater Johannes Dale-Skjevdal pflichtet ihr bei: „Ich werde ein Vollzeit-Papa sein, also verbringe ich den Sommer mit Windelwechseln.“

Dmytro Pidruchnyi hat diese Phase schon hinter sich und kann es kaum erwarten, in Ruhe Zeit mit seiner Familie zu verbringen: „Ich freue mich darauf, mit ihnen zu spielen, vor allem Fußball mit meiner Tochter und meinem Sohn.“

Auch für Philipp Horn geht es nach Hause, allerdings sehen seine Pläne anders aus: „Ich werde meine Arbeitshose anziehen und dann geht‘s wieder ans Bauen. Es gibt noch einiges zu renovieren.“

Noch Biathlon-Rennen zu laufen

Der BMW IBU Weltcup ist zwar in Oslo zu Ende gegangen, die Saison ist aber noch nicht ganz vorbei. In vielen Ländern werden im Frühjahr die Landesmeisterschaften ausgetragen. Oleksandra Merkushyna, die gerade eine neue persönliche Bestleistung im Sprint aufgestellt hat, reist nach Bukovel, wo sie zwischen den Rennen mit dem Snowboard auf die Piste will. Nadia Moser tritt zum letzten Mal in dieser Saison in Canmore an, bevor sie sich bei einem Eingriff eine Metallplatte aus dem Knöchel entfernen lässt.

Urlaubsziele

Die häufigste Antwort ist jedoch „Urlaub“. Konrad Badacz aus Polen sagt es mit einem Funkeln in den Augen, und auch Quentin Fillon Maillet strahlt bis über beide Ohren. Für den Franzosen geht es zur Erholung nach Mauritius. Eric Perrot hat mit seiner Freundin eine Thailand-Reise gebucht, während Isak Frey noch nicht ganz sicher ist, ob seine Freundin mitkommt nach Spanien, weil er dort Golfen will.

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