Fillon Maillet besiegelt Verfolgungssieg in Östersund mit perfektem letztem Stehendschießen
Mit Strafrunden nach jedem Liegendschießen war der Franzose Quentin Fillon Maillet vor den Stehendschießen schon auf Rang 10 zurückgefallen. Der Doppel-Olympiasieger von 2022 traf dann im ersten und im entscheidenden letzten Stehendschießen alle Scheiben, während seine Rivalen in die Strafrunde gingen. Das brachte Fillon Maillet seinen ersten Sieg in Östersund in einer Zeit von 30:14,5 Minuten ein. Der Sieg an diesem Nachmittag war sein erster Verfolgungssieg seit dem Verfolger von Kontiolahti im März 2022.
„Es fühlt sich toll an, zu gewinnen!“
Fillon Maillet sagte zum zehnten Verfolgungssieg seiner Karriere: „Wow, was für ein Tag! Vor allem beim letzten Stehendschießen, als sieben Mann um den Sieg gekämpft haben. Ich war mir sicher, dass das auf der letzten Runde ausgetragen wird (aber dazu kam es nicht). Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen heute. Es fühlt sich toll an, zu gewinnen!“
„Stressiges letztes Schießen ... gibt mir noch mal den Kick“
Der französische Routinier findet es schwer zu erklären, wie er die Konkurrenten in diesem spannungsgeladenen letzten Stehendschießen schlagen konnte. „Ich kann es nicht erklären, aber ich glaube, der Konkurrenzdruck bei diesen verrückten Bedingungen im letzten Stehendschießen ist stressig und gibt mir gleichzeitig noch mal den Kick. Genau kann ich es nicht erklären, aber es hat funktioniert.“
Der Schwede Sebastian Samuelsson lieferte sich nach zwei Strafrunden über fast das gesamte Rennen ein intensives Duell mit dem Norweger Johan-Olav Botn, ebenfalls mit zwei Fehlern, und schaffte es am Ende auf Platz zwei mit 6,7 Sekunden Rückstand vor Botn mit 10,3 Sekunden Rückstand auf Drei. Botn verteidigte das gelbe Trikot und wird in am kommenden Wochenende in Hochfilzen in Gelb starten.
Vierter wurde der Italiener Tommy Giacomel mit zwei Fehlern und 15,2 Sekunden Rückstand. Fillon Maillets Mannschaftskameradin Eric Perrot wurde mit zwei Fehlern und 16,2 Sekunden Rückstand Fünfter. Campbell Wright aus den USA verbesserte sich mit fehlerfreiem Schießen von Platz 18 am Start auf Platz sechs mit 25 Sekunden Rückstand.
Norweger früh in Führung
Die Männer gingen im letzten Rennen von Östersund bei weiter leichtem Schneefall an den Start. Alles deutete zunächst auf einen weiteren überragenden Sieg der Norweger hin, nachdem Botn und Martin Uldal fast synchron ohne Fehler durch das erste Liegendschießen kamen. Sturla Holm Lägreid rückte vor auf Drei, hinter ihm Samuelsson.
Die beiden Norweger verschossen beide einmal im zweiten Liegendschießen, dafür kamen nun Lägreid und Samuelsson ungeschoren davon und setzten sich an die Spitze. Uldal und Botn hatten nun 14 Sekunden Rückstand.
Im ersten Stehendschießen verschoss Lägreid zweimal und Samuelsson einmal, Botn traf aber diesmal und ging wieder in Führung, hinter ihm Samuelsson mit 8 Sekunden Rückstand. Perrot blieb nach einem Fehler im Liegendanschlag diesmal ohne Fehler und rückte vor auf Rang drei mit einer Sekunde Vorsprung vor Vetle Sjaastad Christiansen.
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Fillon Maillet auf letzter Runde uneinholbar
Botn und Samuelsson gingen nach je einem Fehler im letzten Stehendschießen in die Strafrunde und öffneten die Tür für Fillon Maillet, der mühelos traf und mit 19 Sekunden Vorsprung auf die Rivalen aus Norwegen und Schweden wieder auf die Strecke ging. Der französische Star war auf der letzten Runde uneinholbar und hämmerte kurz vor dem Ziel vor überschwänglicher Freude mehrfach mit dem Skistock in den Schnee. Samuelsson kochte den Mann im gelben Trikot ab und sicherte sich Platz zwei, für ihn der vierte Podestplatz in den fünf Heimrennen in dieser Woche. Fotos: IBU/Per Danielsson, Christian Manzoni, Nordic Focus