Eric Perrot mit Bilderbuchsieg im 20 km Einzel von Kontiolahti; Sieg in Disziplinwertung

Mit einem perfekten ersten Liegendschießen setzte sich der Franzose Eric Perrot heute Abend im 20 km Einzel von Kontiolahti an die Spitze, blieb mit 15 weiteren Treffen uneinholbar und zog davon zum Sieg in 44:55,7 Minuten Mit dem vierten Sieg in dieser Saison gewann der Franzose in Gelb/Rot auch seine erste kleine Kristallkugel für den Sieg in der Einzel-Wertung ein, bei 211 Punkten deutlich vor dem zweitplatzierten Mannschaftskameraden Johan-Olav Botn mit 141 Zählern.

„Ich musste alle 20 Scheiben Treffen“

Perrot erklärte, sein erster Start im gelb-roten Trikot habe ihn inspiriert. „Es war ein tolles Gefühl, diese Startnummer vor dem Rennen überzustreifen, die erste mit zwei Farben. Ich war sehr stolz und habe mich sehr auf das Rennen konzentriert. Ich wusste, ich muss alle 20 Scheiben treffen, wenn ich eine Chance auf die kleine Kristallkugel haben wollte. Das war das Hauptziel für diesen Renntag, am Schießstand konzentriert zu arbeiten. Ich bin sehr froh, dass mir das gut gelungen ist. Auch auf der Strecke war ich gut in Form. Ich habe mein Rennen sehr genossen. Ich habe alles in die Waagschale geworfen, und am Ende war es ein gutes Resultat.“

„Auf der Strecke muss man sich in jeder Sekunde antreiben“

Er sprach auch darüber, was es ausmacht, als Führender im Gesamtweltcup und in der Disziplin an den Start zu gehen. „Wenn man dieses großartige Trikot trägt, dann will man dem gerecht werden. Was das rote Trikot angeht, wusste ich, dass ich mit Johan-Olav (Olympiasieger über die 20 km) einen ernstzunehmenden Gegner habe. Vom Kopf her war mir klar, dass ich treffen und ein gutes Rennen laufen muss; auf der Strecke muss man sich in jeder Sekunde antreiben. Es war hart, aber ich bin froh, dass es gut ausgegangen ist.“

Die Norweger Sturla Holm Lägreid und Vetle Sjaastad Christiansen schafften ebenfalls viermal die Null am Schießstand und erkämpften Platz zwei und drei mit 29,9 und 47,9 Sekunden Rückstand. Sein zweiter Platz ist für Lägreid sein sechster Podestplatz in Folge seit Beginn der Winterspiele in Mailand/Cortina, wo er drei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen gewann.

Vierter wurde der Italiener Lukas Hofer, der mit fehlerfreiem Schießen und 1:18,1 Minuten Rückstand eine persönliche Bestleistung über die Langdistanz ablieferte. Fünfte wurde der Deutsche Philipp Nawrath mit zwei Fehlern und 2:19,6 Minuten Rückstand. Platz sechs ging an den Norweger Martin Uldal mit einem Fehler und 2:20,1 Minuten Rückstand.

Gutes Schießen trotz Wind

Beim ersten Flutlicht-Rennen der Männer wehte am Schießstand ein leichter Wind von links nach rechts, aber davon ließen sich die Top 4 mit je 20 souveränen Treffern nicht beeindrucken. Perrot setzte im ersten Liegendschießen gleich fünf Treffer und schob sich 3 Sekunden vor Lägreid und Hofer. Nach fehlerfreien Schießen der Rivalen im ersten Stehendschießen zog Perrot gänzlich unbeeindruckt nach und baute die Führung auf 9 Sekunden aus.

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Perrot zieht davon

Lägreid und Christiansen holten im zweiten Liegendschießen ein wenig auf und lagen nun nur noch 5 und 17 Sekunden hinter der Spitze. Nachdem Hofer auch die letzten fünf Scheiben getroffen hatte, mussten die Führenden liefern, und alle trafen. Perrot zündete auf der letzten Runde den Turbo und baute seinen Vorsprung vor Lägreid um 19 Sekunden aus. Der Sieg war ihm sicher.

Fotos: IBU/Christian Manzoni, Nordic Focus

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