Dale-Skjevdal stürmt zu Verfolgungssieg in Ruhpolding

Der Norweger Johannes Dale-Skjevdal zog heute Nachmittag in der 12,5 km Verfolgung der Männer in Ruhpolding am letzten Anstieg an seinem Rivalen Eric Perrot vorbei und lief dem Franzosen davon zum Siegi n 30:23,9. Dale-Skjevdal war bis zum letzten Stehendschießen nie in den Top drei, kam aber dann fehlerfrei durch das letzte Stehendschießen und lag knapp sieben Sekunden hinter Perrot, den er auf dem letzten Kilometer abkochte, um sich den Sieg zu sichern. Für Dale-Skjevdal war es der erste Sieg seit dem Verfolgungssieg hier in Ruhpolding vor genau zwei Jahren und vier Tagen.

Erster Weltcup für kleinen Sohn: „Musste ihm etwas Besonderes bieten“

Dale-Skjevdal erklärte, seine Frau und sein kleiner Sohn seien heute hier und er sei deshalb besonders motiviert gewesen. „Mein Sohn ist hier heute bei seinem ersten Weltcuprennen, da musste ich ihm ja etwas Besonderes bieten. Gefühlt hat das heute auch geklappt. Es war schön, dass er und meine Frau bei meinem Sieg an meinem Lieblingsort Ruhpolding dabei waren ... ein großartiger Tag!“

„Körner sparen“

Der routinierte Norweger erklärte, wie es ihm gelungen war, Perrot noch zu überholen. „Erstmal musste ich Eric einholen. Als mir das gelungen war, musste ich für meinen Sprint Energie sparen. Ich habe zurückgeschaut und eine große Lücke zu den nächsten Jungs gesehen. Dann ging es nur darum, Körner für den letzten Sprint zu sparen. Dann (am letzten Anstieg) habe ich beschlossen, jetzt alles zu geben, und es hat gereicht.“

Perrot wurde mit drei Fehlern und 4,9 Sekunden Rückstand Zweiter, der Schwede Martin Ponsiluoma kämpfte sich nach vier Fehlern von Rang sieben nach dem letzten Stehendschießen auf Platz drei vor, eine Saisonbestleistung und der erste Podestplatz des Jahres, mit 7,5 Sekunden Rückstand.

Der Franzose Fabien Claude schaffte auf Platz vier ebenfalls eine Saisonbestleistung mit zwei Fehlern und 8,2 Sekunden Rückstand. Platz fünf ging an den Italiener Tommaso Giacomel mit fünf Fehlern und 8,5 Sekunden Rückstand, Sprintsieger Sebastian Samuelsson wurde mit vier Fehlern und 12,3 Sekunden Rückstand Sechster.

Achterbahn-Verfolger

Das letzte Rennen in Ruhpolding war wieder mal eine Achterbahn, und die Entscheidung fiel auf den letzten Metern. Samuelsson und Giacomel leisteten sich beide Fehler im ersten Liegendschießen, doch konnte von den Jägern niemand die Chance nutzen und sie bleiben auf 1 und 2. Der Sprintsieger verfehlte einmal im zweiten Liegendschießen, ging aber trotzdem als Führender mit einer Sekunde Vorsprung auf Frey auf die Strecke. Dale-Skjevdal lag sechs Sekunden dahinter.

Bis zum ersten Stehendschießen duellierten sich drei Norweger mit dem Schweden um die Führung. Sturla Holm Lägreid und Samuelsson konterten mit fehlerfreien Einlagen und gingen mit 1,3 Sekunden Abstand auf die Strecke. Perrot kam nach zwei Fehlern in den Liegendschießen ohne Fehler aus und lag eine Sekunde dahinter.

Header icon2025/26 BMW IBU World Cup 5 Ruhpolding Men's 12.5 km Pursuit

Dale-Skjevdal kocht Perrot ab

Perrot und Samuelsson drückten auf der Runde vor dem letzten Stehendschießen aufs Gas. Mit nur einem Fehler konnte Perrot die Führung übernehmen, denn Samuelsson ließ gleich zwei Scheiben stehen. Dale-Skjevdal blieb ohne Fehler und nahm mit sechs Sekunden Rückstand die Verfolgung auf. Der Norweger überholte am letzten Anstieg, Perrot konnte nicht mehr kontern und wurde Zweiter, und die restlichen Plätze in der kleinen Siegerehrung wurden in einem Massensprint entschieden.

Fotos: IBU/Harald Deubert, Yevenko, Nordic Focus

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