Bäume der Biathlon Climate Challenge werden auf Madagaskar gepflanzt

Am Internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni widmen sich Regierungen, Unternehmen und Bürger seit 1974 dringenden Umweltproblemen. Der Internationale Tag der Umwelt 2021 ist der Auftakt der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, einer globalen Mission mit dem Ziel, Billionen von Hektar zerstörter Natur wiederzubeleben. Die IBU trägt mit der Biathlon Climate Challenge mit Freude zu dieser Mission bei. #GenerationRestoration

100.000 Bäume sollen im Nordwesten Madagaskars gepflanzt werden

Dank der großartigen Unterstützung von beinahe 8.000 Biathlonfans erreichte die Biathlon Climate Challenge (BCC) ihr ehrgeiziges Ziel von 100.000 Bäumen am 25. Mai 2021. Diese Bäume werden jetzt von Eden Reforestation Projects (Eden), dem NGO-Partner der BCC und von Active Giving, an der Nordwestküste Madagaskars gepflanzt.

Madagaskar ist ein Inselstaat im Indischen Ozean vor der Küste Ostafrikas. In der relativen Isolation der Insel haben sich über 200.000 Spezies entwickelt, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Heute wird die fantastische Artenvielfalt Madagaskars durch das rasche Bevölkerungswachstum des Menschen und anderen Umweltgefahren bedroht.

Arten in Gefahr

Die Rote Liste Bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) bietet das umfassendste Verzeichnis über den weltweiten Zustand des Artenschutzes. Viele der einzigartigen Tier- und Pflanzenarten Madagaskars stehen kurz vor dem Aussterben. Zeitweilig waren 48 % aller Säugetierarten Madagaskars vom Aussterben bedroht und standen auf der Roten Liste. Tatsächlich lebt hier eines der seltensten Säugetiere der Welt, der Lemur.

Über die Hälfte der Lemurenarten gilt als gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht, hauptsächlich wegen Wilderei und Abholzung. Während die Wälder abgeholzt werden, um Kohle abzubauen, klammern sich die Lemuren buchstäblich an die letzten Äste, in der Hoffnung, zu überleben.

Problem der Abholzung

Da tragischerweise bereits über 90 % der ursprünglichen Wälder auf Madagaskar zerstört wurden, sind Landwirtschaft und Leben der Madagassen auf der Insel in Gefahr. Die Mangrovenwälder sind für die Ökosysteme der Küsten essenziell, weil sie für die Gesundheit der Korallenriffe entscheidend sind, die Küste schützen, Kohlendioxid in der Atmosphäre reduzieren und zu ganzen Unterwasser-Ökosystemen beitragen. Heute sind viele Mangrovenwälder an Flussmündungen verschwunden, und die nackte Erde wird ins Meer gespült.

Eden rief seine Projektstandorte auf Madagaskar 2007 ins Leben und wollte zunächst zerstörte Mangrovenwälder im Nordwesten des Landes wiederherstellen. Heute arbeitet Eden auch mit zwei örtlich ansässigen Nationalparksystemen zusammen, deren Ziel es ist, natürliche Lebensräume für bedrohte und endemische Tierarten aufzuforsten und wiederzubeleben.

Anwohner für Wiederherstellung gewinnen

Eden verfolgt bei der Aufforstung und ökologischen Wiederherstellung einen ganzheitlichen Ansatz. Durch „Anstellen um zu pflanzen“ wurden Hunderte Dorfbewohner gewonnen und pflanzten Bäume. Bis heute haben von Eden angestellte Dorfbewohner 490 Millionen Bäume gepflanzt, und täglich kommen tausende neue dazu.

Eden zeigt Menschen in den Dörfern, wie man Bäume pflanzt, die auf der Insel heimisch sind, und stellt diese dafür an. Dadurch haben die Anwohner ein beständiges Einkommen. Während weiter aufgeforstet wird, entstehen allmählich gesunde Wälder, und die schädlichen Folgen der Abholzung verschwinden langsam. Eden stellt auch Anwohner zum Schutz der ausgeforsteten Gebiete an, die nach Feuern, Rauch und Wilderern Ausschau halten. Außerdem räumen sie das Umland von Gestrüpp und Müll, um Feuern vorzubeugen.

Durch die Wiederherstellung auf Madagaskar wird der natürliche Lebensraum der Lemuren und anderer gefährdeter Arten und die reiche Artenvielfalt auf der Insel geschützt.

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Foto: Eden Reforestation

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