Tetiana Tarasiuk: Der aufstrebende Biathlon-Star der Ukraine

Das ukrainische Juniorinnen-Team hat in der Saison 2025/2026 den Ton angegeben und sich den Sieg im Nationencup gesichert. Dazu trug auch Tetiana Tarasiuk maßgeblich bei: Sie gehörte zu den erfolgreichsten Athletinnen der Saison und erreichte zahlreiche Platzierungen unter den Top fünf. Die 20-Jährige hat starken Rückhalt von ihrer Familie und verfolgt das Ziel, sich einen Platz im Weltcupteam zu erkämpfen.

Einer der emotionalsten Momente der Junior-Cup-Saison 2025/2026: In der Single-Mixed-Staffel bei den IBU Junior Open European Championships in Imatra überquert Taras Tarasiuk als Erster die Ziellinie. Im Ziel fällt ihm seine Schwester Tetiana in die Arme. Es ist der erste Sieg für das ukrainische Juniorenteam in dieser Saison – und zugleich die erste Goldmedaille für ein Geschwisterpaar.

Mein Bruder und ich verstehen uns hervorragend. Wir spornen uns gegenseitig immer wieder an, noch besser zu werden. Auch unsere ältere Schwester Iryna ist Biathletin. Es ist unglaublich schön, dass wir alle drei im Leistungssport aktiv sind. Wir verstehen und unterstützen uns von ganzem Herzen. Das ist eine besondere Verbindung, denn nicht viele Sportler haben eine Familie, die ihre Lebensrealität zu hundert Prozent nachvollziehen kann.

Die Begeisterung für den Biathlonsport wurde den Tarasiuk-Geschwistern praktisch in die Wiege gelegt. Beide Eltern tragen den Titel „Master of Sports“ im Biathlon. Als Tetiana zwölf Jahre alt war, gründete ihre Mutter in ihrer Heimatstadt eine Biathlon-Trainingsgruppe. Die junge Athletin verliebte sich sofort in den Sport – damit begann ihre persönliche Reise.

Beeindruckende Konstanz

Die Goldmedaille von Imatra sollte nicht der einzige Erfolg von Tarasiuk in der vergangenen Saison bleiben. Vier weitere Male schaffte sie es in Einzelrennen auf das Podium, zudem gewann sie gemeinsam mit ihren Staffelkolleginnen die Bronzemedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften am Arber. Mit ihrer bemerkenswerten Konstanz überzeugte sie über die gesamte Saison hinweg, wurde Zweite der Junior-Cup-Gesamtwertung und sicherte sich die kleine Kristallkugel in der Sprintwertung.

Die vergangene Saison war unglaublich spannend und voller Überraschungen. Ich war viel unterwegs und habe meine ersten Erfahrungen im Seniorenbereich gesammelt. Der Gewinn der kleinen Kristallkugel war ein Traum, der wahr geworden ist – etwas, das ich mir nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Es war eine fantastische Erfahrung, die mir große Freude bereitet hat.

Ihre Medaillen hängen inzwischen an einem personalisierten Ständer, den ihr ihre Mutter geschenkt hat. Nur für die Kristallkugel sucht sie noch nach dem perfekten Platz.

Bereit für die nächste Herausforderung

Auf ihren bisherigen Erfolgen möchte sich Tarasiuk nicht ausruhen. In diesem Sommer trainiert sie erstmals mit dem Seniorenteam und stellt sich der Herausforderung, sich mit den erfahreneren Athleten zu messen.

„Ich bin hochmotiviert, ihr Niveau zu erreichen. Ich liebe es, in einer so leistungsorientierten und wettbewerbsintensiven Atmosphäre zu trainieren“, erklärt die 20-Jährige.

Dabei orientiert sie sich insbesondere an den Schießleistungen ihres Vorbilds Artem Tyshchenko.

In schwierigen Momenten oder unter großem Druck stehen ihr vor allem ihr Vater und ihr Trainer zur Seite.

Ich kann den Druck nicht immer allein bewältigen. Deshalb wende ich mich oft an meine Familie und andere nahestehende Menschen, um Rat und Unterstützung zu erhalten. Ich bin unglaublich dankbar, solche Menschen in meinem Leben zu haben.

Tetiana Tarasiuk wird also bestens begleitet auf ihrem Weg an die Spitze des Biathlonsports.

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