Fünf Dinge, die wir in Annecy Le Grand Bornand gelernt haben

Emilien Jacquelin ist in dieser Saison der siebte Mann in Gelb, Elvira Öbergs deutlich verbessertes Stehendschießen brachte ihr die ersten zwei Siege im BMW IBU Weltcup ein, Frankreich holte die meisten Podestplätze, Norwegen die meisten Siege, aber insgesamt standen acht Nationen auf dem Podest, im IBU Cup wechselte das Personal ständig und Jan Gunka glänzte im IBU Juniorencup on Martell.

Der Männer-Biathlon ist wie eine Schachtel Pralinen

Mit seinem fantastischen Sieg im Massenstart von Annecy Le Grand Bornand wurde Emilien Jacquelin der siebte Führende im Gesamtweltcup in dieser Saison und geht im gelben Trikot ins neue Jahr 2022. Er eroberte das begehrte Trikot von Quentin Fillon Maillet, der es einen Tag lang trug. Vor den zwei Franzosen lief schon Sebastian Samuelsson im gelben Trikot (nach seinem Sprintsieg in Östersund und noch mal in Hochfilzen), außerdem Vetle Sjaastad Christiansen (nach seinem Verfolgungssieg in Östersund), JT Bö und Simon Desthieux, die nach der ersten Woche in Östersund zusammen in Führung lagen, und Sturla Holm Laegreid als Sieger im ersten Einzel und damit erstem Rennen der Saison.

Ihr Stehendschießen hat Elvira Öberg zwei Siege eingebracht

Bei ihrer Ankunft in Annecy Le Grand Bornand war Elvira Öberg einerseits beflügelt von einem dritten Platz in der Verfolgung von Hochfilzen, hatte aber auch schlechte Erinnerungen an den Weltcup vor zwei Jahren, als Regen statt Sonne tausende von Fans und Athleten erwartete. Diesmal wurde sie Dritte im Sprint und gewann dann sowohl den Verfolger als auch den Massenstart mit starken Laufzeiten und solidem Stehendschießen. Elviras Trefferquote im Stehendanschlag lag in der letzten Saison bei 79 %. In den beiden Rennen mit vier Schießen in Annecy lag sie bei 90 %, insgesamt liegt sie nach dem 1. Trimester bei 84 %. Mit dem Sieg im Massenstart ergatterte sie auch ihr erstes rotes Trikot.

Viele Nationen auf dem Podest; große Leistungsdichte

Ausgeglichene und oft enge Rennen brachten im 1. Trimester vielen verschiedenen Nationen einen Podestplatz ein. Insgesamt standen acht Nationen im 1. Trimester mindestens einmal auf dem Podest. Frankreich war mit insgesamt 20 Podestplätzen am erfolgreichsten. Auch Russland mischt in dieser Saison wieder vorn mit. Sie lagen sechsmal in den Top drei, meist dank der deutlich verbesserten Leistungen von Eduard Latypov. Dzinara Alimbekava und Hanna Sola konnten vier, Anton Smolski einen fünften Podestplatz für Belarus holen. Norwegen holte acht Siege, Schweden sechs und Frankreich vier. Frankreich schaffte es viermal mit zwei Athleten aufs Podest, Norwegen dreimal.

Im IBU Cup geht es zu wie an einem internationalen Flughafen

Im IBU Cup kommt man sich manchmal vor wie an einem internationalen Flughafen. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Athletinnen und Athleten aus dem BMW IBU Weltcup suchen die Form, die sich in den ersten Saisonwochen noch nicht so recht einstellen will, wie beispielsweise Dominik Windisch. Die, die noch im IBU Juniorencup antreten dürfen, wollen sich in der nächsthöheren Liga ausprobieren, wie Linda Zingerle. Und manche erleben noch mal einen zweiten Frühling in ihrer langen Karriere, haben schon bessere Tage hinter sich und wollen aber noch den Wettkampf und den Trubel erleben, der den Biathlon ausmacht. Wie zum Beispiel Franziska Hildebrand. Jetzt schließt sich der Vorhang nach dem 1. Trimester, und die treuen IBU-Cup-Recken Anastasia Shevchenko aus Russland und Lucas Fratzscher aus Deutschland gehen als Führende in der Gesamtwertung in die Weihnachtspause.

Jan Gunka erobert Martell

Beim IBU Juniorencup in Martell/Val Martello war Jan Gunka aus Polen mit zwei Siegen der Star der zweiten Woche. Bei den Junioren führt er auch die Gesamtwertung an. Auch Sara Scattolo aus Italien konnte zwei Siege für sich verbuchen – einer in jeder Martell-Woche – und führt die Wertung der Juniorinnen an, bis es am 12. Januar 2022 in Hochfilzen mit dem IBU Juniorencup weitergeht.

Foto: IBU

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