Ziele
Die Internationale Biathlon Union (IBU) ist die Vereinigung der nationalen Verbände auf der Erde und anderer Organisationen, die den Biathlonsport vertreten oder an ihm interessiert sind. In seiner Grundform verbindet dieser Sport Skilanglauf in der freien Technik und Kleinkaliberschießen. Eingeschlossen sind allerdings auch Rollerski Biathlon, Crosslauf und Schießen, Mountainbike-Biathlon sowie Skilanglauf kombiniert mit Pfeil- und Bogenschießen und ähnliche Abwandlungen des Biathlon. Biathlon wird in erster Linie als Wintersport ausgeübt, aber auch Sommerbiathlon wird zunehmend populär, besonders in jenen Teilen der Erde, in denen es keinen Schnee gibt. Biathlon wurde als olympische Sportart erstmals zu den Olympischen Winterspielen in Squaw Valley 1960 zugelassen. Damals wurde der Biathlonsport noch von der UIPMB (Union Internationale de Pentathlon Moderne et Biathlon) vertreten. 1993 wurde die Internationale Biathlon Union in London als eine unabhängige Vereinigung unter dem Dach der UIPMB Seite an Seite mit der UIPM (Union Internationale de Pentathlon Moderne) gegründet. 1998 trennten sich die IBU und die UIPM. Beide wurden sie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als zwei unabhängige Internationale Olympische Sportorganisationen anerkannt.
Über Empfehlung eines vergleichenden Rechtsgutachtens betreffend die Errichtung ihres Sitzes entschied sich die IBU für Österreich und gründete zunächst im Jahr 1999 einen Verein nach österreichischem Recht mit Sitz in Salzburg. Die IBU verständigte sich mit der UNESCO in Paris betreffend den Abschluss einer Arbeitspartnerschaft und steuerte über den Internationalen Fonds für die Entwicklung der körperlichen Ertüchtigung und des Sportes (FIDEPS) zu Entwicklungsprogrammen der UNESCO bei. Am 26. Januar 2000 wurde die IBU vom österreichischen Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten als Nicht-Staatliche Organisation nach einem entsprechenden Bundesgesetz aus dem Jahr 1992 anerkannt. Seitdem bestimmt sich ihre Rechtsstellung nach diesem Gesetz. Die Kooperation mit der UNESCO wurde innerhalb der CIGEPS intensiviert. Die IBU ist verantwortlich, den Biathlonsport zu fördern, indem sie ihn in den Bereichen des Wettkampf- und des allgemeinen Erholungssportes unter besonderer Betonung der Entwicklung der Jugend fördert und entwickelt. Die IBU besitzt alle Rechte in Bezug auf Biathlon Weltmeisterschaften (Senioren, Junioren und Jugend), Biathlon Weltcups, Biathlon Kontinentalmeister-schaften und Biathlon Kontinentalcups. Die IBU übt diese Rechte aus und ist Marketing- und Sponsorpartnerschaften eingegangen, beziehungsweise kooperiert mit der European Broadcasting Union, was die Nutzung der Fernseh- und Internetrechte der IBU anbelangt. Außer der Organisation des Biathlonbeitrages zu den Olympischen Winterspielen organisiert die IBU jedes Jahr Biathlon Weltmeisterschaften und neben anderen Wettkämpfen auch eine Serie von mindestens sechs Weltcups in verschiedenen Staaten.
Die IBU ist bemüht, die Entwicklung der Technik und des Materials für die Ausübung des Biathlonsportes mit der Sorge um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten und der Integrität von Natur und Umwelt zu verbinden. Die entsprechende Harmonie wird über die Verfassung der IBU und ihre Regeln, insbesondere die Wettkampfregeln der IBU, die IBU Anti-Doping Regeln, die IBU Disziplinarordnung und die entsprechende Praxis dazu, aber auch über Lizenzen für und die Kontrolle der Anlagen für Biathlonveranstaltungen gesucht. Die IBU ist stolz darauf, einen dynamischen und immer attraktiveren Sport für mehr und mehr Menschen zu bieten, die der Faszination der Kombination vollkommener körperlicher Verausgabung über einen längeren Zeitraum hinweg mit extrem feiner Kontrolle und Ruhe folgen, die Biathletinnen und Biathleten an den Tag legen, wenn sie langlaufen und schießen.
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