IBU Geschichte
10 Jahre Internationale Biathlon Union
Vor fast genau 10 Jahren, am 2. Juli 1993, in Heathrow bei London beschlossen die Nationalen Biathlonverbände in einem Gründungskongress, den Biathlonsport aus dem Weltverband UIPMB (Union de Pentathlon Moderne et Biathlon), wo er seit 1953 integriert war, zu lösen und einen eigenen Weltverband, die Internationale Biathlon Union (IBU) zu gründen. Bei dieser Gründungsversammlung gab sich der neue Verband seine Verfassung und wählte seinen ersten Vorstand.
Die bisherigen 57 Biathlon-Mitglieder der UIPMB wurden automatisch als Mitglieder in die IBU übernommen.
Im August 1998 erfolgte durch den Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees die Anerkennung der IBU als eigenständiger Internationaler Olympischer Wintersport Verband und im gleichen Jahr nahm die GAISF (General Assembly International Sports Federations) die IBU als ordentliches Mitglied auf.
REGISTRIERUNG UND RECHTLICHER STATUS DER IBU
Im Juni 1999 ließ sich die IBU als Verein mit Sitz in Salzburg/Österreich nieder. Die nach österreichischem Vereinsrecht erforderliche Konstituierende Generalversammlung fand in Minsk/BLR im September 1999 statt.
Mit der UNESCO in Paris wurde ein Working Partnership eingegangen, als deren wichtigster Bestandteil seit 1999 alljährlich gemeinsame Entwicklungsprojekte für die Sportart Biathlon im Rahmen bestehender UNESCO Programme unter dem engeren Dach der CIGEPS (Conseil International Gouvernemental de l'éducation physique et du sport) durchgeführt werden. Die IBU erfüllte damit die gesetzlichen Voraussetzungen einer Nicht-Staatlichen-Organisation nach einem eigenen Bundesgesetz in Österreich und erhielt diesen Status mittels Bescheides des österreichischen Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten im Jahr 2000 zuerkannt.
ADMINISTRATION
Im August 1993 wurde ein Generalsekretär berufen, dem ab 1995 eine Sekretärin zur Seite gestellt wurde. Seit der Saison 1997/98 wird zur Absicherung der Durchführung der Weltcupwettkämpfe auf hohem Niveau und zur Unterstützung der Ausrichter ein Weltcup-Koordinator eingesetzt, der seit der Saison 2002/03 zum Sportdirektor avancierte. Der Entwicklung der Zeit Rechnung tragend, setzte die IBU für die Bereiche Kommunikation und Medien sowie dem Bereich der Partner und Ausrüster im April 2001 den Kommunikationsdirektor ein.
Der Vorsitzende des IBU Rechtsausschusses ist seit März 2001 für alle juridischen Belange als Rechtsberater für die IBU tätig.
HAUSHALT DER IBU
Durch geschickte Verhandlungen mit der Europäischen Fernseh-Union (EBU) und der Sponsorfirma APF konnten die Einnahmen für den Haushalt der IBU von praktisch null im Gründungsjahr in wenigen Jahren auf ein Vielfaches erhöht und der Haushalt der IBU auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf einen sicheren Stand gebracht werden. Siehe dazu die Grafiken auf Seite 100.
VERBANDSTÄTIGKEIT
Das wichtigste Organ der IBU stellt entsprechend ihrer Verfassung der Kongress dar, der alle zwei Jahre stattfindet. Der erste IBU Kongress nach dem Gründungskongress wurde 1994 am späteren Sitz der IBU in Salzburg durchgeführt. Inzwischen wurden 4 weitere Kongresse in Östersund/SWE, Salzburg/AUT, Calgary/CAN und Nizza/FRA organisiert. Der 6. Kongress wird 2004 in Varna/BUL stattfinden. Die erste umfangreichere Vorstandssitzung fand im August 1993 in Darmstadt/GER statt. Seither wurden 50 Vorstandssitzungen durchgeführt.
Im Folgenden seien einige Highlights aus der vielfältigen Tätigkeit der IBU herausgestellt:
KAMPF GEGEN DOPING
Die IBU stand im Kampf gegen das Doping von Anfang an an vorderster Front. Neben den Dopingkontrollen bei Wettkämpfen wurden bereits für die Saison 1993/94 Dopingkontrollen bei Trainingsmaßnahmen angeordnet. Die IBU spielte auch einen Vorreiter für Blutkontrollen. Im Februar 1994 wurden erste Diskussionen über Blutdoping-Kontrollen im Medizinischen Komitee und im Vorstand geführt. Der Kongress 1994 beschloss, ab 1994 Biathleten dem IOC für Versuchstests mit Blutkontrollen zur Verfügung zu stellen. Eine erste Blutabnahme durch die IBU im Rahmen einer umfangreichen Bluttestserie erfolgte beim Weltcup im Dezember 1994 in Badgastein/AUT. Diese Bluttestserie der Phase I wurde 1997 abgeschlossen. In der Saison 1997/98 wurde in der Phase II mit der Messung der Hematocritwerte begonnen. Bei überhöhten Werten wurde aus gesundheitlichen Gründen den Athleten ein Start verwehrt. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 führte die IBU mit Genehmigung des IOC Blutkontrollen bei allen teilnehmenden Athleten durch. Ab der Saison 2000/01 wurde ein Vertrag mit WADA (World Antidoping Agency) und IDTM (International Doping Test Management) über Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen abgeschlossen. Seit der Saison 2000/01 werden in der IBU EPO Tests durchgeführt. Diese Anstrengungen der IBU im Kampf gegen Doping werden von allen Athleten nachhaltig unterstützt. Die Athleten fordern sogar noch mehr und strengere Dopingkontrollen. Sicherlich begründet durch diese intensive Antidoping-Kampagne der IBU hielten sich Dopingfälle im Biathlonsport bei Trainingskontrollen bei den Nationalen Verbänden in engsten Grenzen und bei Wettkämpfen der IBU gab es bisher nur einen positiven Fall.
WETTKAMPFWESEN
Seit Gründung der IBU wurden 7 Weltmeisterschaften für Männer und Frauen sowie 10 Weltmeisterschaften für Junioren und Juniorinnen ausgerichtet. Seit 2002 auch 2 Weltmeisterschaften für Jugendklassen.
In der Zeit des Bestehens der IBU wurden insgesamt 84 Weltcup-Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Seit der Saison 1994/95 werden Europameisterschaften für Senioren- und Juniorenklassen ausgerichtet. Europacupwettkämpfe für diese Klassen werden seit Bestehen der IBU durchgeführt. Im Sommer 1996 wurde in Hochfilzen/AUT die erste Weltmeisterschaft im Sommerbiathlon ausgerichtet.
Ab der Saison 1999/2000 übernahm die IBU von der FITA die Federführung für die Sportart Archery Biathlon. Seit der Saison 2002 werden jährlich Archery Biathlon Weltmeisterschaften und Weltcups ausgerichtet.
Höhepunkte alle vier Jahre sind natürlich die Olympischen Winterspiele, bei denen im Jahr nach der Gründung der IBU Biathlon im Programm mit je 3 Wettkämpfen Männer und Frauen vertreten war und 2006 mit je 5 Wettkämpfen Männer und Frauen vertreten sein wird.
FINANZIELLE ZUSCHÜSSE AN DIE MITGLIEDSVERBÄNDE
Nach Sicherstellung einer finanziellen Basis konnte die IBU schon im ersten Jahr ihres Bestehens beginnen, ihre Philosophie zu verwirklichen, möglichst viel Geld den Nationalen Verbänden und dem Sport zur Verfügung zu stellen.
In der Saison 2002/03 konnten insgesamt allein 2,7 Mio " an die Nationalen Verbände in Form von Zuwendungen für Wettkampfteilnahmen, finanzielle und materielle Unterstützung im Rahmen von Entwicklungsprogrammen, Zuschüsse für Veranstaltungen, kostenloser Bereitstellung eines Daten- und Ergebnisservices, kostenloser Durchführung der Akkreditierung etc. gewährt werden.
PREISGELDER DER IBU
In der Saison 1994/95 waren die Preisgelder bei Weltcup-Veranstaltungen noch sehr bescheiden. DM 1500 für den ersten Platz, DM 1000 für den zweiten Platz und DM 500 für den dritten Platz.
In der abgelaufenen Saison konnte durch die IBU im gesamten ein Betrag von 1,69 Mio " als Prämien ausgeschüttet werden.
PARTNER- UND AUSRÜSTERVERTRÄGE
1996 wurden im Rahmen des IBU Entwicklungsprogramms Partnerschaftsverträge mit einigen Firmen eingegangen, die kostenlos Material und Ausrüstung lieferten, welches den schwächeren Mitgliedsverbänden zur Verfügung gestellt wurde. Inzwischen bestehen mit 5 Firmen Partnerschafts- und mit 13 Firmen Ausrüster-Verträge, die jährlich sicherstellen, dass die IBU an die Nationalen Verbände Ausrüstung und Bekleidung von guter Qualität und in größeren Mengen kostenlos zur Verfügung stellen kann. In der Saison 2002/03 war die IBU in der glücklichen Lage, über eine Partnerschaft mit VW-Sportsponsoring, einen großen Teil von Mannschaften für ihre Teilnahme an IBU Wettkämpfen in der Saison 2002/03 mit VW-Bussen ausrüsten zu können. Die IBU ist guter Hoffung, diese Aktion auch in der kommenden Saison fortsetzen zu können.
DATA- UND TIMINGSERVICE
Sehr eingehend wurde 1995 im Vorstand diskutiert, alle Weltcupwettkämpfe an den verschiedenen Austragungsorten und die Weltmeisterschaften bezüglich der Zeitnahme, Datenverarbeitung, Datenübermittlung an das Fernsehen und Ergebniserstellung möglichst auf ein gleiches technisches Niveau zu bringen und dafür eine professionelle Computer- und Zeitnahmefirma auf Kosten der IBU zum Einsatz zu bringen. Es dauerte aber dann noch einige Zeit, bis ab der Saison 1997/98 die Firma Siwidata bei den Weltcups eingesetzt werden konnte. Dies war ein erfolgreicher Schritt gewesen und von dieser Zeit an bekamen die Weltcups ein einheitliches Gesicht, die Zuschauer vor dem Bildschirm durch entsprechende Grafiken gute und übersichtliche Informationen. Seit der Saison 1999/2000 wird Siwidata auch bei den Weltmeisterschaften und neuerdings auch bei den Junioren/Jugend Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Europacupwettkämpfen eingesetzt. Siwidata hat im Laufe der Jahre ihr System ständig weiterentwickelt, neue Ideen für Informationen und technischen Standard eingebracht und liefert jetzt bei den IBU Veranstaltungen ein optimales Auswerte- und Informationssystem für Zuschauer, Trainer, Mannschaften, TV Kommentatoren vor Ort und für die Millionen von Zusehern vor den Bildschirmen. Für die letzte Saison wurde das TV-Grafik-Layout basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre umgestellt und optimiert, was das TV-Erscheinungsbild letztlich in ein aufgefrischtes und modernes Gesicht verwandelte.
MEDIENGERECHTES OUTFIT DER WETTKÄMPFE
Im Zuge der Olympischen Winterspiele 1994 wurden von den Fachleuten des Norwegischen Fernsehens NRK und Spezialisten anderer TV Anstalten Vorschläge für weitreichende Veränderungen der Wettkampfregeln gemacht, um den Sport mediengerechter und für die Berichterstattung im Fernsehen nachvollziehbar zu machen. Das Technischen Komitee der IBU befürchtete anfangs einen Eingriff in die über Jahrzehnte gewachsene Konzeption des Biathlonsports, erkannte aber bald, dass sich effektvolle Außendarstellung und Tradition des Biathlonsports ausgezeichnet miteinander verbinden ließen, und wurde alsbald neben dem Vorstand zum bedeutendsten Träger für Reformen. Die Sitzungen des Technischen Komitees und des Vorstandes standen denn auch im Zeichen dieser Reformen, die mit der Genehmigung der bislang letzten Verbesserungen durch den Kongress 2002 nunmehr einer Phase der Perfektionierung und Konsolidierung Platz machen.
Einen entscheidenden Eckpunkt dieser Reformen stellt die Einführung neuer Wettkampfarten dar. In der Saison 1996/97 wurden erstmals Jagdstart Wettkämpfe (Verfolgungswettkämpfe) bei Weltcupwettkämpfen und der Weltmeisterschaft durchgeführt. Dieser Wettkampftyp erwies sich wegen des besonders dramatischen Rennverlaufes als ein Publikumshit und Bereicherung des Wettkampfangebotes im Biathlonsport. Schon 1998 fasste dementsprechend das IOC den Beschluss, den Verfolgungswettkampf ins Programm der Olympischen Winterspiele 2002 aufzunehmen. Schon kurze Zeit später in der Saison 1997/98 wurden Testveranstaltungen mit dem Massenstart Wettkampf durchgeführt, die mit ihrem Abschluss beim Weltcupfinale in Novosibirsk/RUS nicht unbedingt erfolgreich ausfielen. Nach Modifizierung der Wettkampfregeln wurde dann 2001 der Antrag an das IOC gestellt, den Massenstartwettkampf ins Olympische Programm aufzunehmen. Dem Feilen an technischen Details dieses Wettkampftyps blieb der Erfolg nicht versagt. Der Vorstand des IOC nahm den Massenstartwettkampf in das Programm für die Olympischen Winterspiele 2006 auf. Durch eine eingehende und ständige Auswertung der Wettkampfprogramme zusammen mit unseren Athleten, Trainern und dem Fernsehen konnte sichergestellt werden, dass wir heute ein sehr modernes, gutes und von allen Seiten akzeptiertes Wettkampfprogramm haben.
INTERNET – WEBSITE
Im Jahr 1995 wurde vom Vorstand eine Prüfung der Nutzung des Internets für die Kommunikation in der IBU initiiert. Die Geschäftsstelle der IBU wurde dann 1996 mit einem Internetzugang ausgestattet und führt seither über diesen Kommunikationsweg mehr und mehr die Geschäfte des Verbandes.
Gemeinsam mit Siwidata wurde 1998 die IBU Website unter der Adresse www.ibu.at installiert und schon nach kurzer Zeit erfreute sich diese IBU Informationsplattform großer Beliebtheit. Von Siwidata wurden auch die Ergebnisse aktuell in die Website der IBU gestellt, was in Punkto weltweiter Verbreitung der Resultate von Biathlonwettkämpfen einen riesigen Schritt nach vorne bedeutete.
Es war dem frisch installierten IBU Kommunikationsdirektor übertragen, die IBU Website qualitativ zu optimieren und im Juli 2001 und mit der EBU den Boden für das gemeinsame Internet Projekt „biathlonworld.com" zu bereiten. 2001 und 2002 wurden die technischen Voraussetzungen zum Umbau der IBU Website geschaffen. Inzwischen ist www.biathlonworld.com weltweit eine Anlaufstation, die stets aktuell ist, gute und wichtige Informationen liefert und inzwischen einen gewaltigen Traffic zu bewältigen hat.
VERANSTALTERMEETINGS
Im Oktober 1994 wurde in Antholz/ITA das erste IBU Veranstalter-Meeting aus der Notwendigkeit heraus organisiert, die Organisationskomitees, Produzenten der TV-Anstalten und Sponsorenfirmen miteinander bekannt zu machen und zu Kooperation und Zusammenarbeit miteinander anzuregen. Die Nationalen Verbände und Organisationskomitees in Zusammenarbeit mit der IBU investieren hohe Summen in dem Bestreben, die Wettkampfanlagen auf neuesten Stand zu bringen und die Wettkämpfe technisch möglichst perfekt auszurichten. Inzwischen wurde das zehnte Veranstalter-Meeting in Ruhpolding/GER durchgeführt.
AKKREDITIERUNG
Die IBU hat durch den Einsatz der Firma Plaras ab der Saison 2001/02 auch eine Zentralisierung und Optimierung der Akkreditierungen bei allen IBU Veranstaltungen erreicht und damit den Ausrichtern viel Arbeit und Ärger abgenommen.
IBU PUBLIKATIONEN
Die IBU brauchte natürlich auch ein Sprachrohr nach außen und so wurde bis Ende 1998 gemeinsam mit dem Modernen Fünfkampf der „UIPMB Report" herausgegeben, in dem Biathlon seine Aktivitäten und seine Weiterentwicklung darstellen konnte. Ab 1999 erschien zweimal pro Jahr als offizielle Publikation der IBU das „Magazin", das bis Ende 2001 aufgelegt wurde. Ab 2002 erhielt dann das offizielle Magazin der IBU ein neues Gesicht und neues Layout und wird seither unter Anpassung an die IBU Website unter dem Namen „Biathlonworld" herausgegeben.
In Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Lillehammer wurde aus dem Stand heraus ein „Biathlon Guide" erstellt, aus dem sich bereits in der folgenden Saison der IBU Biathlon Kalender entwickelte. Er erscheint bis heute jährlich pünktlich vor Beginn jeder Saison. Der IBU Biathlon Kalender liefert in handlichem Format die wichtigsten Informationen, gehört inzwischen zum Handwerkszeug für den Biathlonsport und wird von Medienvertretern, den Nationalen und Internationalen Verbänden sowie der Öffentlichkeit sehr geschätzt.
1995 wurde die Bearbeitung eines IBU Handbuches, in dem alle Regeln der IBU aufgenommen werden sollten, diskutiert, was im Herbst 1998 realisiert werden konnte, womit jetzt jeder Benutzer des IBU Handbuches über alle wichtigen Dokumente der IBU verfügt und diese in einer handlichen Zusammenstellung ständig verfügbar hat.
NACHWORT
In den 10 Jahren des Bestehens ist die IBU, Gott sei Dank, von größerem Unglück verschont geblieben. Bei Schneeproblemen konnten in Kooperation mit anderen Organisationskomitees nicht durchführbare Veranstaltungen an anderen Austragungsorten organisiert werden. Nur ein einziger Wettkampf konnte wegen zu viel Schnee nicht ausgerichtet werden.
Alle die hier zusammengetragenen Maßnahmen und Aktivitäten der IBU haben sicher dazu beigetragen, dass nach 10 Jahren des Bestehens der IBU festgestellt werden kann, dass der Biathlon-
sport sich zu einem „Publikumsrenner" entwickelt hat, der über eine ganze Reihe von Top-Athleten in einer ganzen Reihe von Nationalen Verbänden verfügt, der interessant und spannend ist, manchmal zum Krimi ausartet, der seinen TV-Zuschauern gute und aktuelle Informationen liefert und der in Europa mit die höchsten TV-Einschaltquoten im Wintersport erzielt.
Möge die IBU in den folgenden Jahren im Gesamten ihren hohen Stellenwert halten und weiterentwickeln können und mit „sauberem" und attraktivem Sport einem Millionen Publikum in hoffentlich noch mehr Ländern der Welt Freude und Entspannung bieten.
Vor fast genau 10 Jahren, am 2. Juli 1993, in Heathrow bei London beschlossen die Nationalen Biathlonverbände in einem Gründungskongress, den Biathlonsport aus dem Weltverband UIPMB (Union de Pentathlon Moderne et Biathlon), wo er seit 1953 integriert war, zu lösen und einen eigenen Weltverband, die Internationale Biathlon Union (IBU) zu gründen. Bei dieser Gründungsversammlung gab sich der neue Verband seine Verfassung und wählte seinen ersten Vorstand.
Die bisherigen 57 Biathlon-Mitglieder der UIPMB wurden automatisch als Mitglieder in die IBU übernommen.
Im August 1998 erfolgte durch den Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees die Anerkennung der IBU als eigenständiger Internationaler Olympischer Wintersport Verband und im gleichen Jahr nahm die GAISF (General Assembly International Sports Federations) die IBU als ordentliches Mitglied auf.
REGISTRIERUNG UND RECHTLICHER STATUS DER IBU
Im Juni 1999 ließ sich die IBU als Verein mit Sitz in Salzburg/Österreich nieder. Die nach österreichischem Vereinsrecht erforderliche Konstituierende Generalversammlung fand in Minsk/BLR im September 1999 statt.
Mit der UNESCO in Paris wurde ein Working Partnership eingegangen, als deren wichtigster Bestandteil seit 1999 alljährlich gemeinsame Entwicklungsprojekte für die Sportart Biathlon im Rahmen bestehender UNESCO Programme unter dem engeren Dach der CIGEPS (Conseil International Gouvernemental de l'éducation physique et du sport) durchgeführt werden. Die IBU erfüllte damit die gesetzlichen Voraussetzungen einer Nicht-Staatlichen-Organisation nach einem eigenen Bundesgesetz in Österreich und erhielt diesen Status mittels Bescheides des österreichischen Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten im Jahr 2000 zuerkannt.
ADMINISTRATION
Im August 1993 wurde ein Generalsekretär berufen, dem ab 1995 eine Sekretärin zur Seite gestellt wurde. Seit der Saison 1997/98 wird zur Absicherung der Durchführung der Weltcupwettkämpfe auf hohem Niveau und zur Unterstützung der Ausrichter ein Weltcup-Koordinator eingesetzt, der seit der Saison 2002/03 zum Sportdirektor avancierte. Der Entwicklung der Zeit Rechnung tragend, setzte die IBU für die Bereiche Kommunikation und Medien sowie dem Bereich der Partner und Ausrüster im April 2001 den Kommunikationsdirektor ein.
Der Vorsitzende des IBU Rechtsausschusses ist seit März 2001 für alle juridischen Belange als Rechtsberater für die IBU tätig.
HAUSHALT DER IBU
Durch geschickte Verhandlungen mit der Europäischen Fernseh-Union (EBU) und der Sponsorfirma APF konnten die Einnahmen für den Haushalt der IBU von praktisch null im Gründungsjahr in wenigen Jahren auf ein Vielfaches erhöht und der Haushalt der IBU auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf einen sicheren Stand gebracht werden. Siehe dazu die Grafiken auf Seite 100.
VERBANDSTÄTIGKEIT
Das wichtigste Organ der IBU stellt entsprechend ihrer Verfassung der Kongress dar, der alle zwei Jahre stattfindet. Der erste IBU Kongress nach dem Gründungskongress wurde 1994 am späteren Sitz der IBU in Salzburg durchgeführt. Inzwischen wurden 4 weitere Kongresse in Östersund/SWE, Salzburg/AUT, Calgary/CAN und Nizza/FRA organisiert. Der 6. Kongress wird 2004 in Varna/BUL stattfinden. Die erste umfangreichere Vorstandssitzung fand im August 1993 in Darmstadt/GER statt. Seither wurden 50 Vorstandssitzungen durchgeführt.
Im Folgenden seien einige Highlights aus der vielfältigen Tätigkeit der IBU herausgestellt:
KAMPF GEGEN DOPING
Die IBU stand im Kampf gegen das Doping von Anfang an an vorderster Front. Neben den Dopingkontrollen bei Wettkämpfen wurden bereits für die Saison 1993/94 Dopingkontrollen bei Trainingsmaßnahmen angeordnet. Die IBU spielte auch einen Vorreiter für Blutkontrollen. Im Februar 1994 wurden erste Diskussionen über Blutdoping-Kontrollen im Medizinischen Komitee und im Vorstand geführt. Der Kongress 1994 beschloss, ab 1994 Biathleten dem IOC für Versuchstests mit Blutkontrollen zur Verfügung zu stellen. Eine erste Blutabnahme durch die IBU im Rahmen einer umfangreichen Bluttestserie erfolgte beim Weltcup im Dezember 1994 in Badgastein/AUT. Diese Bluttestserie der Phase I wurde 1997 abgeschlossen. In der Saison 1997/98 wurde in der Phase II mit der Messung der Hematocritwerte begonnen. Bei überhöhten Werten wurde aus gesundheitlichen Gründen den Athleten ein Start verwehrt. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 führte die IBU mit Genehmigung des IOC Blutkontrollen bei allen teilnehmenden Athleten durch. Ab der Saison 2000/01 wurde ein Vertrag mit WADA (World Antidoping Agency) und IDTM (International Doping Test Management) über Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen abgeschlossen. Seit der Saison 2000/01 werden in der IBU EPO Tests durchgeführt. Diese Anstrengungen der IBU im Kampf gegen Doping werden von allen Athleten nachhaltig unterstützt. Die Athleten fordern sogar noch mehr und strengere Dopingkontrollen. Sicherlich begründet durch diese intensive Antidoping-Kampagne der IBU hielten sich Dopingfälle im Biathlonsport bei Trainingskontrollen bei den Nationalen Verbänden in engsten Grenzen und bei Wettkämpfen der IBU gab es bisher nur einen positiven Fall.
WETTKAMPFWESEN
Seit Gründung der IBU wurden 7 Weltmeisterschaften für Männer und Frauen sowie 10 Weltmeisterschaften für Junioren und Juniorinnen ausgerichtet. Seit 2002 auch 2 Weltmeisterschaften für Jugendklassen.
In der Zeit des Bestehens der IBU wurden insgesamt 84 Weltcup-Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Seit der Saison 1994/95 werden Europameisterschaften für Senioren- und Juniorenklassen ausgerichtet. Europacupwettkämpfe für diese Klassen werden seit Bestehen der IBU durchgeführt. Im Sommer 1996 wurde in Hochfilzen/AUT die erste Weltmeisterschaft im Sommerbiathlon ausgerichtet.
Ab der Saison 1999/2000 übernahm die IBU von der FITA die Federführung für die Sportart Archery Biathlon. Seit der Saison 2002 werden jährlich Archery Biathlon Weltmeisterschaften und Weltcups ausgerichtet.
Höhepunkte alle vier Jahre sind natürlich die Olympischen Winterspiele, bei denen im Jahr nach der Gründung der IBU Biathlon im Programm mit je 3 Wettkämpfen Männer und Frauen vertreten war und 2006 mit je 5 Wettkämpfen Männer und Frauen vertreten sein wird.
FINANZIELLE ZUSCHÜSSE AN DIE MITGLIEDSVERBÄNDE
Nach Sicherstellung einer finanziellen Basis konnte die IBU schon im ersten Jahr ihres Bestehens beginnen, ihre Philosophie zu verwirklichen, möglichst viel Geld den Nationalen Verbänden und dem Sport zur Verfügung zu stellen.
In der Saison 2002/03 konnten insgesamt allein 2,7 Mio " an die Nationalen Verbände in Form von Zuwendungen für Wettkampfteilnahmen, finanzielle und materielle Unterstützung im Rahmen von Entwicklungsprogrammen, Zuschüsse für Veranstaltungen, kostenloser Bereitstellung eines Daten- und Ergebnisservices, kostenloser Durchführung der Akkreditierung etc. gewährt werden.
PREISGELDER DER IBU
In der Saison 1994/95 waren die Preisgelder bei Weltcup-Veranstaltungen noch sehr bescheiden. DM 1500 für den ersten Platz, DM 1000 für den zweiten Platz und DM 500 für den dritten Platz.
In der abgelaufenen Saison konnte durch die IBU im gesamten ein Betrag von 1,69 Mio " als Prämien ausgeschüttet werden.
PARTNER- UND AUSRÜSTERVERTRÄGE
1996 wurden im Rahmen des IBU Entwicklungsprogramms Partnerschaftsverträge mit einigen Firmen eingegangen, die kostenlos Material und Ausrüstung lieferten, welches den schwächeren Mitgliedsverbänden zur Verfügung gestellt wurde. Inzwischen bestehen mit 5 Firmen Partnerschafts- und mit 13 Firmen Ausrüster-Verträge, die jährlich sicherstellen, dass die IBU an die Nationalen Verbände Ausrüstung und Bekleidung von guter Qualität und in größeren Mengen kostenlos zur Verfügung stellen kann. In der Saison 2002/03 war die IBU in der glücklichen Lage, über eine Partnerschaft mit VW-Sportsponsoring, einen großen Teil von Mannschaften für ihre Teilnahme an IBU Wettkämpfen in der Saison 2002/03 mit VW-Bussen ausrüsten zu können. Die IBU ist guter Hoffung, diese Aktion auch in der kommenden Saison fortsetzen zu können.
DATA- UND TIMINGSERVICE
Sehr eingehend wurde 1995 im Vorstand diskutiert, alle Weltcupwettkämpfe an den verschiedenen Austragungsorten und die Weltmeisterschaften bezüglich der Zeitnahme, Datenverarbeitung, Datenübermittlung an das Fernsehen und Ergebniserstellung möglichst auf ein gleiches technisches Niveau zu bringen und dafür eine professionelle Computer- und Zeitnahmefirma auf Kosten der IBU zum Einsatz zu bringen. Es dauerte aber dann noch einige Zeit, bis ab der Saison 1997/98 die Firma Siwidata bei den Weltcups eingesetzt werden konnte. Dies war ein erfolgreicher Schritt gewesen und von dieser Zeit an bekamen die Weltcups ein einheitliches Gesicht, die Zuschauer vor dem Bildschirm durch entsprechende Grafiken gute und übersichtliche Informationen. Seit der Saison 1999/2000 wird Siwidata auch bei den Weltmeisterschaften und neuerdings auch bei den Junioren/Jugend Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Europacupwettkämpfen eingesetzt. Siwidata hat im Laufe der Jahre ihr System ständig weiterentwickelt, neue Ideen für Informationen und technischen Standard eingebracht und liefert jetzt bei den IBU Veranstaltungen ein optimales Auswerte- und Informationssystem für Zuschauer, Trainer, Mannschaften, TV Kommentatoren vor Ort und für die Millionen von Zusehern vor den Bildschirmen. Für die letzte Saison wurde das TV-Grafik-Layout basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre umgestellt und optimiert, was das TV-Erscheinungsbild letztlich in ein aufgefrischtes und modernes Gesicht verwandelte.
MEDIENGERECHTES OUTFIT DER WETTKÄMPFE
Im Zuge der Olympischen Winterspiele 1994 wurden von den Fachleuten des Norwegischen Fernsehens NRK und Spezialisten anderer TV Anstalten Vorschläge für weitreichende Veränderungen der Wettkampfregeln gemacht, um den Sport mediengerechter und für die Berichterstattung im Fernsehen nachvollziehbar zu machen. Das Technischen Komitee der IBU befürchtete anfangs einen Eingriff in die über Jahrzehnte gewachsene Konzeption des Biathlonsports, erkannte aber bald, dass sich effektvolle Außendarstellung und Tradition des Biathlonsports ausgezeichnet miteinander verbinden ließen, und wurde alsbald neben dem Vorstand zum bedeutendsten Träger für Reformen. Die Sitzungen des Technischen Komitees und des Vorstandes standen denn auch im Zeichen dieser Reformen, die mit der Genehmigung der bislang letzten Verbesserungen durch den Kongress 2002 nunmehr einer Phase der Perfektionierung und Konsolidierung Platz machen.
Einen entscheidenden Eckpunkt dieser Reformen stellt die Einführung neuer Wettkampfarten dar. In der Saison 1996/97 wurden erstmals Jagdstart Wettkämpfe (Verfolgungswettkämpfe) bei Weltcupwettkämpfen und der Weltmeisterschaft durchgeführt. Dieser Wettkampftyp erwies sich wegen des besonders dramatischen Rennverlaufes als ein Publikumshit und Bereicherung des Wettkampfangebotes im Biathlonsport. Schon 1998 fasste dementsprechend das IOC den Beschluss, den Verfolgungswettkampf ins Programm der Olympischen Winterspiele 2002 aufzunehmen. Schon kurze Zeit später in der Saison 1997/98 wurden Testveranstaltungen mit dem Massenstart Wettkampf durchgeführt, die mit ihrem Abschluss beim Weltcupfinale in Novosibirsk/RUS nicht unbedingt erfolgreich ausfielen. Nach Modifizierung der Wettkampfregeln wurde dann 2001 der Antrag an das IOC gestellt, den Massenstartwettkampf ins Olympische Programm aufzunehmen. Dem Feilen an technischen Details dieses Wettkampftyps blieb der Erfolg nicht versagt. Der Vorstand des IOC nahm den Massenstartwettkampf in das Programm für die Olympischen Winterspiele 2006 auf. Durch eine eingehende und ständige Auswertung der Wettkampfprogramme zusammen mit unseren Athleten, Trainern und dem Fernsehen konnte sichergestellt werden, dass wir heute ein sehr modernes, gutes und von allen Seiten akzeptiertes Wettkampfprogramm haben.
INTERNET – WEBSITE
Im Jahr 1995 wurde vom Vorstand eine Prüfung der Nutzung des Internets für die Kommunikation in der IBU initiiert. Die Geschäftsstelle der IBU wurde dann 1996 mit einem Internetzugang ausgestattet und führt seither über diesen Kommunikationsweg mehr und mehr die Geschäfte des Verbandes.
Gemeinsam mit Siwidata wurde 1998 die IBU Website unter der Adresse www.ibu.at installiert und schon nach kurzer Zeit erfreute sich diese IBU Informationsplattform großer Beliebtheit. Von Siwidata wurden auch die Ergebnisse aktuell in die Website der IBU gestellt, was in Punkto weltweiter Verbreitung der Resultate von Biathlonwettkämpfen einen riesigen Schritt nach vorne bedeutete.
Es war dem frisch installierten IBU Kommunikationsdirektor übertragen, die IBU Website qualitativ zu optimieren und im Juli 2001 und mit der EBU den Boden für das gemeinsame Internet Projekt „biathlonworld.com" zu bereiten. 2001 und 2002 wurden die technischen Voraussetzungen zum Umbau der IBU Website geschaffen. Inzwischen ist www.biathlonworld.com weltweit eine Anlaufstation, die stets aktuell ist, gute und wichtige Informationen liefert und inzwischen einen gewaltigen Traffic zu bewältigen hat.
VERANSTALTERMEETINGS
Im Oktober 1994 wurde in Antholz/ITA das erste IBU Veranstalter-Meeting aus der Notwendigkeit heraus organisiert, die Organisationskomitees, Produzenten der TV-Anstalten und Sponsorenfirmen miteinander bekannt zu machen und zu Kooperation und Zusammenarbeit miteinander anzuregen. Die Nationalen Verbände und Organisationskomitees in Zusammenarbeit mit der IBU investieren hohe Summen in dem Bestreben, die Wettkampfanlagen auf neuesten Stand zu bringen und die Wettkämpfe technisch möglichst perfekt auszurichten. Inzwischen wurde das zehnte Veranstalter-Meeting in Ruhpolding/GER durchgeführt.
AKKREDITIERUNG
Die IBU hat durch den Einsatz der Firma Plaras ab der Saison 2001/02 auch eine Zentralisierung und Optimierung der Akkreditierungen bei allen IBU Veranstaltungen erreicht und damit den Ausrichtern viel Arbeit und Ärger abgenommen.
IBU PUBLIKATIONEN
Die IBU brauchte natürlich auch ein Sprachrohr nach außen und so wurde bis Ende 1998 gemeinsam mit dem Modernen Fünfkampf der „UIPMB Report" herausgegeben, in dem Biathlon seine Aktivitäten und seine Weiterentwicklung darstellen konnte. Ab 1999 erschien zweimal pro Jahr als offizielle Publikation der IBU das „Magazin", das bis Ende 2001 aufgelegt wurde. Ab 2002 erhielt dann das offizielle Magazin der IBU ein neues Gesicht und neues Layout und wird seither unter Anpassung an die IBU Website unter dem Namen „Biathlonworld" herausgegeben.
In Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Lillehammer wurde aus dem Stand heraus ein „Biathlon Guide" erstellt, aus dem sich bereits in der folgenden Saison der IBU Biathlon Kalender entwickelte. Er erscheint bis heute jährlich pünktlich vor Beginn jeder Saison. Der IBU Biathlon Kalender liefert in handlichem Format die wichtigsten Informationen, gehört inzwischen zum Handwerkszeug für den Biathlonsport und wird von Medienvertretern, den Nationalen und Internationalen Verbänden sowie der Öffentlichkeit sehr geschätzt.
1995 wurde die Bearbeitung eines IBU Handbuches, in dem alle Regeln der IBU aufgenommen werden sollten, diskutiert, was im Herbst 1998 realisiert werden konnte, womit jetzt jeder Benutzer des IBU Handbuches über alle wichtigen Dokumente der IBU verfügt und diese in einer handlichen Zusammenstellung ständig verfügbar hat.
NACHWORT
In den 10 Jahren des Bestehens ist die IBU, Gott sei Dank, von größerem Unglück verschont geblieben. Bei Schneeproblemen konnten in Kooperation mit anderen Organisationskomitees nicht durchführbare Veranstaltungen an anderen Austragungsorten organisiert werden. Nur ein einziger Wettkampf konnte wegen zu viel Schnee nicht ausgerichtet werden.
Alle die hier zusammengetragenen Maßnahmen und Aktivitäten der IBU haben sicher dazu beigetragen, dass nach 10 Jahren des Bestehens der IBU festgestellt werden kann, dass der Biathlon-
sport sich zu einem „Publikumsrenner" entwickelt hat, der über eine ganze Reihe von Top-Athleten in einer ganzen Reihe von Nationalen Verbänden verfügt, der interessant und spannend ist, manchmal zum Krimi ausartet, der seinen TV-Zuschauern gute und aktuelle Informationen liefert und der in Europa mit die höchsten TV-Einschaltquoten im Wintersport erzielt.
Möge die IBU in den folgenden Jahren im Gesamten ihren hohen Stellenwert halten und weiterentwickeln können und mit „sauberem" und attraktivem Sport einem Millionen Publikum in hoffentlich noch mehr Ländern der Welt Freude und Entspannung bieten.










